Car Lauer
· 30.10.2023
Der Blick zurück auf die eigene Tradition kann den Fokus auf die Zukunft schärfen. Bei Porsche weiß dies kaum jemand besser als die Spitzenkraft für das Design, Michael Mauer: „Laut über die Zukunft nachzudenken, ist eine wesentliche Aufgabe von Style Porsche. Denn Studien sind der Ideenpool für das Design von morgen.“ Bereits im Januar zeigte Porsche das Coupé des 357, das eine Hommage an den ersten Sportwagen des Hauses ist, den 356. Und vor Kurzem legte Weissach mit einem passenden Roadster nach. Technisch basieren diese Entwürfe übrigens auf einer Plattform des aktuellen 718 Cayman GT4 RS.
Mauer präzisiert die Idee, die hinter diesem stilistischen Wurf steckt, so: „Mit dem Porsche Vision 357 haben wir ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk kreiert, das die Bedeutung unserer Design-DNA basierend auf dem 356 unterstreicht.“ Die Aufgabenstellung war ihm ebenfalls glasklar: „Die Studie ist der Versuch, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stimmig zu verbinden. Die Proportionen mögen an das historische Vorbild erinnern, Details visualisieren den Blick in die Zukunft.“ Auffällig: Der Entwurf wirkt wie aus einem Guss. Der Pressetext nennt ihn deshalb „monolithisch“.
Von so einem wichtigen Unikat, das ist das Schöne bei der Marke Porsche, werden selbstverständlich passende Miniaturen entstehen. Das Projekt ist bereits in der Vorstufe zum Formenbau, und wir durften, stellvertretend für unsere Leser, dem Entwicklungsteam schon einmal wahrhaftig über die Schulter schauen. Die CAD-Oberfläche des Coupés ist auf dem Bildschirm schon en miniature zu erkennen, und die ersten Fakten dazu sickerten bereits durch.
So viel ist jedenfalls schon einmal sicher: Das 357 Coupé wird in den Baugrößen 1:43 und 1:18 realisiert, und zwar in beiden Fällen mit geschlossener Resinekarosserie und von Spark. Von der kleineren Miniatur (WAP0200020S357) sollen nur 2000 Stück gebaut werden. Sie kostet beim Porsche-Händler 69 Euro. Der 1:18er (WAP0210020S357) kommt hingegen in der Luxusausstattung mit hochwertiger Baseplate und robustem, transparentem Deckel für 299 Euro. Für die Sammler besonders interessant: Diese Version wird Spark für Porsche nur 500-mal weltweit im Werksauftrag bauen.
Doch damit ist das Projekt 357 in 1:X noch nicht komplett durchdekliniert. Bei seinen Recherchen konnte MODELL FAHRZEUG schon die nächste Überraschung für die Fans zutage fördern: Es wird definitiv auch an einem Roadster zum 357er entwickelt. Und auch dort ist es sehr wahrscheinlich, dass wieder beide Maßstäbe zum Tragen kommen, die wir auch schon beim Coupé von Spark erwarten dürfen. Bei den Dekorationen wird sich die Miniaturenflotte übrigens an den Fahrzeugen orientieren, die bei den Weltpremieren der 357er erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen waren. Auch auf diesem Feld dürfte Spark wieder alle Register der hauseigenen Bedruckungskünste ziehen, damit die Fans der Marke von den Unikaten Verkleinerungen in die Vitrine stellen können, die ihr Herz höherschlagen lassen.