Andreas A. Berse
· 02.05.2024
Am Ende der Generation 964 des 911 waren die Zuffenhausener bei einer Literleistung von knapp 100 PS angekommen. Der Turbo 3.3 schaffte 320 Pferdestärken, der 3.6 erreichte sogar 360. Letztere Version ist sehr selten. Es gab nur 1437 Exemplare. Beim legendären Bürzel-Carrera waren es sogar mehr, 1580 Stück. Das macht den Porsche 911 (964) Turbo 3.6 heute zu einem der teuersten aufgeladenen Elfer aus Zuffenhausen. Und Solido haut ihn jetzt in einer besonderen Farbe raus.
Der Boxer-Renner kommt in Horizontblau, einer hell schimmmernden Metallictönung. Dazu kombinieren die Franzosen stilsicher ein Interieur in Hellgrau, selbstverständlich mit den originalgetreuen Leichtbausitzen eines 3.6. Beides verstafft dem Dampfhammer aus dem Schwabenland als 1:18-Modell mit Zinkdruckgusskarosserie eine elegante Note.
Typisch Solido ist das Lastenheft mit zwei beweglichen Türen und den lenkbaren Vorderrädern. In der 50-Euro-Liga spurtet der traditionsreiche Name aus Frankreich ohnehin ganz nach vorne. Denn die Verarbeitung der Modells ist über jeden Zweifel erhaben und auch bei der Lackierung leistet sich der Anbieter keine Fehler.
Die Proportionen sind ebenfalls überzeugend getroffen. Der 964er ist der letzte Turbo mit den hohen Kotflügeln, die seine Fans auch gerne Kanonenrohre tauften. Sogar die Spaltmaße im Bereich der Türen hat Solido einmal mehr überzeugend umgesetzt. Bei den Rädern setzt die Verkleinerung auf die mehrteilige Felge im Fünfstern-Design. Die Bremssättel dahinter tragen originalgetreu Rot.
Immer wieder erstaunlich: Auch im Bereich der Dekoration des Interieurs, insbesondere im Bereich der fünf runden Uhren für die Instrumentierung, hält das preiswerte Modell von Solido ein erstaunliches Niveau. Und auch hier fügt sich alles handwerklich sauber zusammen. Das ist genauso eine Meisterleistung wie der 360 PS starke Boxermotor beim seltenen Original.
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