Kyosho baut Gibt´s-Ja-Gar-Nicht-Toyota als Resinemodell in 1:18

Andreas A. Berse

 · 11.06.2026

Kyosho baut Gibt´s-Ja-Gar-Nicht-Toyota als Resinemodell in 1:18
Fetter geht es nicht. Im Trimm von Designer Khyzyl Saleem wirkt der Toyota Trueno AE86 von Kyosho in 1:18 aus Resine noch brutaler ] Foto: Kyosho
Der britische Designer Khyzyl Saleem interpretiert den Toyota AE86 als IMSA-Rennwagen der Achtziger neu. Kyosho setzt das digitale Konzept als detailreiches Resine-Modell in 1:18 um – mit markanten Verbreiterungen und Whale-Tail-Spoiler.

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Im Juli liefert Kyosho das Resine-Modell, das auf einem digitalen Konzept beruht, in Rot und Weiß in Japan en miniature aus ] Foto: Kyosho

​Manchmal wird aus digitaler Fantasie mit Schneegestöber ein echtes 1:18-Modell. Oder: Was passiert, wenn ein Designer den Toyota Trueno aus der Manga-Serie "Initial D" in die IMSA-Ära der Achtziger versetzt? Khyzyl Saleem hat genau das getan – und Kyosho macht daraus ein Sammlerstück in 1:18. Als echtes Auto gibt es den Entwurf nicht, nur als digitale Animation.

In 1:1 gibt es das Auto gar nicht

Der Toyota Sprinter Trueno AE86 ist längst Kult. Als Takumi Fujiwaras Tofu-Lieferwagen aus dem Anime "Initial D" driftete sich der weiß-schwarze Hachi-Roku in die Herzen einer ganzen Generation von Anime-Fans. Doch was der britische Automobildesigner Khyzyl Saleem aus der japanischen Ikone macht, geht weit über die Serie hinaus. Seine digitale Interpretation orientiert sich am IMSA-Rennsport den Achtziger – mit klarer Referenz an legendäre Rennwagen wie den IMSA-spec Mazda RX-7.

Die IMSA-Interpretation mit Whale-Tail

Das Exterieur zeigt fließende Blister-Kotflügel, die dem kompakten Trueno-Corolla eine aggressive Backenbreite verleihen. Der markante Whale-Tail-Heckspoiler erinnert an den gestrandeten “Timmy” und an die aerodynamischen Experimente der IMSA-Ära, als Downforce noch mit auch optisch brachialen Mitteln erzeugt wurde. Speziell gestaltete Auspuffendrohre komplettieren den Racing-Look. Kyosho hat diese digitale Vision in seiner Samurai-Serie als Resin-Modell umgesetzt – in den klassischen Farben Rot und Weiß. Denn: einen Windkanal hat der entwurf nie gesehen.

Die Resine-Serie bürgt für Filigranität

Die Wahl von Resin als Material unterstreicht den Premium-Anspruch. Anders als bei Die-Cast-Modellen erlaubt das Material filigranere Details und schärfere Kanten – perfekt für Saleems kantige Formensprache. Es gibt keine beweglichen Türen und Hauben, die Karosserie bleibt geschlossen. In diesem Programm der Japaner zählt die skulpturale Präsenz in der Vitrine.

Khyzyl Saleem trifft japanische Präzision

Die Zusammenarbeit zwischen dem trendigen Designer von der Insel und dem japanischen Traditionshersteller Kyosho ist bemerkenswert. Saleem, bekannt für seine digitalen Automotive-Artworks mit starkem Tuning- und Racing-Bezug, liefert die Vision. Kyosho übersetzt sie in physische Form – mit der Detailgenauigkeit, für die der Hersteller in der Die-Cast-Welt bekannt ist.

Der AE86 selbst bringt die perfekte Basis mit: 950 Kilogramm Leergewicht, Hinterradantrieb und der legendäre 4A-GE-Vierzylinder mit 130 PS. Ein drehfreudiger Freiläufer, der in Kooperation mit Yamaha entstand und sich in der Rallye- und Drift-Szene einen Legendenstatus erarbeitete. Genau diese Kombination machte den Hachi-Roku zur Ikone – und zum perfekten Kandidaten für Saleems IMSA-Transformation. Das Modell kommt in Japan im Juli. Zu welchem Preis, schweigen die Quellen. Auch zur Auflage gibt es noch keine Angaben. Ob deutsche Händler die Neuheit anbieten, ist eher fraglich.

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