Andreas A. Berse
· 13.03.2025
„Im Spa-Museum fanden wir das Willi-Kauhsen-Auto in 1:1.“
Wenn es um eine echte Nummer 1 geht, dann muss man schon mal die Koffer packen. Im Jahr 2004 führte uns die Reise in das Rennmuseum an der Formel-1-Strecke von Spa. Dort parkte damals der Wagen mit der magischen Fahrgestellnummer 91710001, also der erste 917/10, ein hemmungslos offener Spyder in sattem Gelb. Willi Kauhsen, der Star aus der Interserie, der diesen Boliden ganz besonders in sein Herz geschlossen hatte, wollte mit dazukommen. Aber das Meeting platzte kurzfristig wegen beruflicher Termine. Dafür schickte er uns ein paar Bilder aus seinem Archiv.
Der Grund für diese Story war ein wunderbares 1:18-Modell, das uns als dekoriertes Handmuster von Minichamps aus Aachen zur Verfügung gestellt wurde. Die seinerzeit noch streng geheime Flunder zierte so den Titel unseres Hefts 3/2004.
Die Aachener hatten damals eine fein detaillierte Miniatur mit Die-Cast-Karosserie realisiert. Die Türen des verkleinerten Rennwagens ließen sich beim Spyder nach oben klappen, auch die Motorhaube über dem luftgekühlten Zwölfzylindermotor konnte der Sammler öffnen. Das Triebwerk kam auf damals sagenhafte 1100 PS. Kauhsen: „Das war schon so etwas wie der Ritt auf einer Kanonenkugel. Aber dieser Porsche 917/10 hat beim Fahren auch einen Heidenspaß gemacht!“ Solche spektakulären Modell e und Sprüche bleiben uns besonders gerne in Erinnerung.