Andreas A. Berse
· 11.08.2021
Das Brodeln dirigiert die Zündfolge 1-7-5-11-3-9-6-12-2- 8-4-10. Sollte sie den Sound oder das Ansprechverhalten des 725-PSV12 optimieren? Wahrscheinlich beides! Der 1,9-Tonner hat als DBS Superleggera 161 Kilo abgespeckt und wirkt drahtiger als Jeremy Clarkson aus der Kult-Serie „Top Gear“ mit seiner Biturbo-Klappe. Selten hat Aston Martin brachiale Gewalt dezenter verpackt. Das Hyper-Red, das unser 1:18- Handmuster von Autoart trug, macht den GT-Gentleman dann doch etwas schriller. Im hypergrünen Bereich driftet das Finish des Vormusters. Da fetzt bald ein 1:18-Supersportwagen, der dem Original ein würdiges Denkmal in Composite-Bauweise mit brillant lackierter Kunststoffkarosserie setzt, um die Ecke.
Die Spaltmaße sind einfach genial. Die Aston-Motorhaube hat zwei Öldruckdämpfer in Uhrmacher- Qualität, und das Karbondach zeigt eine faszinierende Struktur. Hinter den schwarz schimmernden Zehnarm-Doppelspeichenfelgen verbergen sich riesige, vorne und hinten unterschiedlich große Scheiben, und die Heckspoilerlippe, die an ein Samuraischwert erinnert, ist am Fastback perfekt montiert. Im Interieur dominiert Obsidian-Schwarz mit silbern herausgearbeiteten Details bis in die Sitzverstellung hinein. Die Sitze verzieren rote „Aston-Martin“-Wings statt des DBS-Schriftzugs. Die Rückleuchten tragen „Smoked Glass“ in Grau und der „Aston-Martin“-Schriftzug auf dem Kofferraumdeckel Chrom. Die Motorhaube hat ein Karbon-Innenteil. Am Unterboden ist der Auspufftrakt samt Hitzeblechen in hellem Mattsilber herausgearbeitet. Preis: um die 300 Euro? Liefertermin: noch in diesem Jahr? Nie war krass so edel – auch in 1:18. So ein Modell löst Top-Gier aus.