Münchner KindlsModellauto-News zur IAA 2021

Andreas A. Berse

 · 06.10.2021

Und dann legt Audi noch den Q4 e-tron in 1:43 obendrauf, den Minimax auch im Prototypen-Styling an die Sammler liefert
Foto: C. Hoffmann, Werke
Mit dem Thema Modellauto ging die Münchner IAA kleinkariert um. Die löblichen Ausnahmen zeigen wir in Wort und Bild.

Platzhirsch in Sachen IAA-Neuheiten ist 2021 Audi. Zwar sind nicht alle gezeigten Miniaturen echte News, aber die Palette kann sich sehen lassen. Der brandneue Audi RS3 Sportback zieht als tangoroter 1:43er von iScale die Blicke auf sich (39 Euro). Den ’19 Audi R8 Coupé liefern die Ingolstädter im selben Maßstab in Arablau von Jaditoys (59 Euro/999 Stück) und vom selben Anbieter als 1:18er in Misanorot (179 Euro/999 Stück). Gleich dreifach macht der Audi Q4 e-tron in 1:43 dem Sammler seine Aufwartung: Das Stromer-SUV kommt als Verkleinerung in Geysirblau und Typhoongrau (je 35 Euro) und zusätzlich als Prototypen-Variante in einer Farbkombination aus Schwarz, Weiß und Rot (39 Euro). Zum Auslaufen des Supersportwagens Audi R8 lassen es die Experten noch einmal en miniature so richtig krachen – mit drei Versionen im Bolidenlook.

Der Audi R8 LMS GT3 erweitert dabei, gebaut von Minimax in 1:43 (59 Euro) und auch 1:18 (189 Euro, beide nicht im Bild), den Fuhrpark und fährt in unverwechselbarem Hell-Green vor. Schwarz- Gelb wie eine Hornisse rollt dagegen der Audi R8 LMS GT2 von Minimax (189 Euro) in Präsentationsversion und als 1:18er zum Sammler. Liefertermine: irgendwann im vierten Quartal. Detaillierung: furios. Bei Mercedes-Benz stehen viele Projekte auf der Agenda, aber nur ein Daimler en miniature mit IAA-Bezug kam rechtzeitig zu unserem Fototermin. NZG baut in 1:18 und Top-Qualität den EQB nach. Das Zinkdruckguss-Modell kommt mit beweglichen Türen in Iridium- und Denimbluemetallic zum Mercedes- Händler, zum Preis von 59,90 Euro. Die Fachhandelsmodelle für NZG tragen später Kosmoschwarz und Rosegoldmetallic. Neue Strategie beim Stern: Unterhalb der E-Klasse gibt es preisgünstigere 1:18er mit nur zwei beweglichen Türen, darüber Die-Cast-Verkleinerungen als „all open“. Auf dem Wunschzettel der leider nicht pünktlichen IAATräume steht der neue Mercedes SL der Baureihe R 232, der in 1:18 die Palette erweitert. Ebenfalls beschlossene Sache: Verkleinerungen zum Projekt X290, dem AMG-Viertürer.

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Auch der EQS ist voll in der Entwicklung. Doch all diese Traumwagen mit dem Stern gibt es als 1:18er erst 2022. Schön, dass Mercedes wenigstens etwas Neues in 1:18 für die Youngtimer-Fans parat hat: Norev baut die S-Klasse der Generation Baureihe 220 mit dem verlängerten Radstand als S 600. Verkaufspreis: 99,90 Euro. Die beiden S-Klassen kommen für Mercedes in den Farbkombinationen Obsidianschwarz mit einem hellgrauen Interieur und Cubanitsilber mit schwarzen Sitzen. Das 1:18-Modell punktet mit vier beweglichen Türen, zu öffnender Motorhaube und Kofferraumdeckel sowie lenkbaren Vorderrädern. Die Dekoration fällt innen wie außen sehr hochwertig aus. Dahinter verbirgt sich ein interessanter Deal. Norev hat vor ein paar Jahren eine größere Ausschreibung für insgesamt 13 Klassiker bei Mercedes-Benz gewonnen, die als 1:18-Modelle nach und nach entstehen sollen. Schon ausgeliefert aus dieser Zusammenarbeit sind der Mercedes /8, der SL R 129 und die Mercedes-Baureihe W 123 als Limousine und T-Modell. Darüber hinaus plant die Klassiksparte, auch noch zwei spezielle 1:18-Modelle des Baby-Benz W 202 als ganz früher 190er mit schmalen Rammschutzleisten und als 2.3-16 aufzulegen. Schmerzlich vermissen werden die alten IAA-Modellautohasen aber ein spezielles Sondermodell in knackiger Limitierung. Es fiel sowohl der Coronazeit als auch den schwierigen Lieferketten zum Opfer. Vielleicht 2023 wieder? Auch bei Volkswagen sieht es mit echten Neuheiten dünne aus. Wer auf einen neuen Polo, gar als GTI, gehofft hatte oder zumindest auf den ID.4 in der Version als allradelnder GTX, der muss wohl noch länger warten und wurde auf der IAA selbst enttäuscht.

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Immerhin lieferte Norev sein Die-Cast-Modell des ID.3 nun in einer neuen Farbe an VW: Der elektrische Viertürer ist für 29,95 Euro in Makenatürkismetallic mit schwarz abgesetztem Dach im Programm. Und die Strom-Offensive in 1:18? Nun: Wir haben uns da dreist in China bedient, wo ein dortiger Produzent, Original Authentic Collectibles, für SAIC-Volkswagen ein prächtiges, rotmetallicfarbenes Die-Cast-Modell des VW ID.4 X im Bburago-Maßstab baut: mit vier beweglichen Türen, zu öffnender Fronthaube und Heckklappe, Federung, Lenkung und großem Glasdach. Sogar die Außenspiegel sind einklappbar, Kofferraum und Interieur veredelt Teppichboden. Licht per Knopfzellenbatterie gibt es auch.

Kostet bei Ebay 85 Euro zuzüglich 35 Euro Versand aus China. Schade, liebe Volkswagen Zubehör, dass es so etwas für die Kunden aus dem Heimatland der weltberühmten Marke bisher nicht zu kaufen gibt. Eine vertane Chance! Sportwagen-Hersteller Porsche sagt werksseitig in 1:43 und 1:18 leise Servus zur IMSA-Serie. Die beiden 911 RSR im Stars-&-Stripes- Design mit den Startnummern 911 und 912, am Start letztmalig im November 2020 bei den Zwölf Stunden Sebring, baut Spark Model in 1:43 (Limit: 2020, Preis: 65 Euro) und 1:18 (Limit: 911, Preis: 279 Euro mit Sockel und Vitrine) in exzellenter Qualität nach. Sehr schön: die farblich abgestimmten Verpackungen der Elfer. Später im Jahr folgen die aktuellen Porsche 911 GT3 Cup (992) von Spark Model. Ebenfalls etwas Verspätung hat der Taycan Turbo S von Minichamps in der neuen Farbe Frozenberry aus Die Cast. Die Preise stehen hier aber noch nicht fest. Ebenfalls fest geplant: 1:43- und 1:18-Modelle der auf der ersten IAA in München frisch enthüllten Studie Porsche Mission R für einen GT3-liken Elektro-Rennwagen.

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