M. Eissen
· 20.01.2025
Das 911er-Programm ist fast so filigran aufgeteilt wie ein Kult-Fächer von Bonita mit Bambusgriff. Wo steht da eigentlich der 911 S/T? Porsche komprimiert es gentlemanlike auf einen Satz: „Ein Elfer in seiner reinsten Form.“ Bedeutet: Er bietet reinrassige GT-Performance, setzt auf puristischen Leichtbau und verpackt das in einen eleganten Anzug.
Beim 1:18-Modell von Norev für den Handel in der Farbe Meissenblau. Für das Blau muss man schon ganz genau hinschauen oder es erfühlen. Es ist ein Blau im Geiste. Aber auf der Piste kann der 911 S/T auch den meissenblauen Elefanten im Porzellanladen herauslassen. Wenn er denn will! 300 km/h Spitze dank 525 PS und immerhin die Winzigkeit von 3,7 Sekunden von null auf 100 km/h. Der zieht schon was vom Porzellanteller!
Ist der S/T für Norev nicht einfach eine weitere Variante des GT3 in 1:18? Da kommt ein Hauch von Empörung in die Stimme von Ben Schumacher, der ihn in der Aachener Dependance entwickelt hat: „Moment mal: Wir haben extra eine neue Karosserie gebaut!“ Die ist nämlich vorne schmaler und hat spezielle Flaps mit integrierten Blinkern hinter den Vorderreifen. Schumacher hat auch noch an den Finessen gefeilt: „Die Grills an der Front- und der Motorhaube stellen wir mit Fotoätzteilen und durchbrochen dar.“ Die Felgen des Fotomusters bekommen bis zum Serienstar t noch die richtige, silberfarbene Lackierung, und rechts hinten prangt dann zudem das korrekte, metallene S/T-Badge auf dem schon dafür vorhandenen Platzhalter. Das Logo „60 Jahre 911“ war am Muster schon verbaut. Porsche kriegt ihn in Oakgrünmetallic.
Okay: Im Interieur ist viel GT3 zu erkennen, übrigens wie auch beim Original. Aber die Sitzstreifen auf den Leichtbau-Sesseln waren beim Fotomuster schon fein und werden bis zum Serienstart nochmals verbessert. In der Deko tut sich ebenfalls noch etwas. Die seitlichen Scheibenrahmen werden Silber tragen, so wie die beiden mittig angeordneten Auspuffendrohre. Eines ist sicher: So sieht garantiert keine graue Maus aus.