Andreas A. Berse
· 03.05.2026
Im All-open-Trimm ist die Barchetta bisher eine schmerzliche Lücke im 1:18-Fuhrpark, die Norev im zweiten Halbjahr schließen wird. Für sagenhafte 79,95 Euro gibt es bewegliche Türen und Hauben sowie lenkbare Vorderräder. Das Fotomuster zeigt noch nicht ganz das exakte Giallo Ginestra, wohl aber schon sehr gute Spaltmaße. Die silbern aufgedruckten Verkleidungen für die optionalen Nebelscheinwerfer tragen in Serie dann auch den Karosserielack, und die Kunststoffpartien im Motorraum sowie an den Türinnenteilen werden noch besser decken. Schon in Topform sind die Stahlfelgen und der filigrane Unterboden mit dem silbernen Auspufftrakt. Das Interieur glänzt mit fein skalierten Instrumenten, und es gibt ein aufsetzbares Softtop. Grazie mille, Norev!
„We are amused“ könnte die Headline für den zweiten Teil der Story sein. Aber: Als BMC 1955 den MGA vorstellte, brach der neue Roadster radikal mit Traditionen und erntete deshalb nicht nur Lob. Heute zählt er zu den Geheimtipps beim Thema britische Roadster.
Auch diesen Klassiker baut Norev im All-open-Trimm und überrascht dabei gleich doppelt. Die Haubenscharniere sind vorbildgerechte Hingucker. Und der Motor, ein 1500er mit Doppelvergaser und rotem Block, unterstreicht, dass detaillierte Motorräume bei den Franzosen ab sofort zu den Lastenheften gehören – inklusive diverser Warn- und Wartungszettelchen. Und das Armaturenbrett verdient hier seinen Namen, punktet mit vier schönen Runduhren und einer respektablen Schaltersammlung samt UKW-Radio.
Der Roadster in Old English White startet im Web, der in British Racing Green für 89,95 Euro kommt ab Juli zu den Fachhändlern. Beide erhalten eine verchromte Gepäckbrücke auf dem Kofferraumdeckel als Extra. Denn im flachen Heckabteil des Originals machte sich das Reserverad extrabreit. Der MGA trägt satt glänzende Chromteile, die ihn mächtig herausputzen. Norev entwickelt sowohl die filigranen Speichenräder als auch die robusten Stahlfelgen mit verchromten Radkappen. Auch beim Thema Rückspiegel sind mehrere Konfigurationen aus der Form machbar. Ein Softtop wird dem MGA in 1:18 aber nicht beigelegt.
Beide Roadster zeichnen sich außerdem durch präzise eingefangene Proportionen aus. Denn die passende Originale hat Norev mit hohem Aufwand digitalisiert und die so gewonnenen CAD-Daten brillant in eine 1:18-Form verwandelt. Sowohl die Fiat Barchetta als auch der MGA waren bei ihren Debüts preiswerte Einstiege in den Genuss des Offenfahrens. Das gilt für ihre 1:18-Interpretationen von Norev ebenso.
Kein Roadster, aber ein knackiger Power-Brite: Mattel kündigt in seiner Brick-Serie einen 1:16-Bausatz des Aston Martin Vantage GT3 von 2024 an. Dem Bausatz liegt, wie immer bei diesen Produkten, auch ein passend eingefärbtes 1:64-Modell von Hot Wheels aus Die Cast bei. Preis: 50 Euro.