Ferrari 250 GTO Hermann Cordes von KK-Scale in 1:12 – Acker-Hengst

Andreas A. Berse

 · 17.09.2026

Bild 1
Foto: KK-Scale, Matthias Knebel, H. P. Seufert, Archiv Cordes, Jutta Fausels Archiv
Landwirtssohn Hermann Cordes fuhr den einzigen „deutschen“ Ferrari 250 GTO, den KK-Scale jetzt auch in 1:12 liefert.

Den Ferrari 250 GTO des einzigen deutschen Erstbesitzers eines solchen Maranello-Hengstes baut KK-Scale minutiös in 1:12 nach. Die Geschichte dahinter ist grandios. Landwirtssohn Hermann Cordes begann seine Rennkarriere in den Sechzigern zwar auf zwei Porsche, aber seit er einen 250 SWB bei einem Rennen gesehen hatte, schlug sein Herz für Ferrari. Bei Auto Becker kaufte er genau dieses Auto, aber ein heimischer Rehbock verhinderte dessen Rennkarriere. So fuhr er erfolgreich auf einem 250 GTE, wollte aber etwas anderes, Schnelleres. Am 23. Mai 1962 orderte er schließlich einen „Rennwagen“ bei Auto Becker, ohne zu wissen, dass es der silberne 250 GTO, Chassisnummer 4115GT werden sollte, der einzige mit deutschem Erstbesitzer. Preis: 78.750 Mark inklusive Überführung. Cordes später darüber: „Da war viel Glück im Spiel.“ Der Pilot klebte einen schwarz-rot-goldenen Streifen auf den Kofferraumdeckel. Cordes: „Im Vergleich zum GTO fuhr sich der 250 GTE wie ein Bus.“ 1963 gewann Cordes mit dem silbernen Hengst das Rennen in Hockenheim und wurde mit der Nummer 34 auf der Avus Zweiter hinter einem Jaguar E Lightweight. 1964 verkaufte er den Wagen an Auto Becker zurück.

Im Look des Avus-Rennens mit der Startnummer 34 gibt es den Cordes-GTO dank der Initiative des Ferrari Model Club e. V. nun als hervorragendes 1:12-Modell von KK-Scale aus Die Cast mit beweglichen Türen in einer Auflage von 200 Stück. Preis: rund 200 Euro. Was für ein Meilenstein!

Artikel teilen:

Meistgelesen in der Rubrik Modellfahrzeug