Der AllesretterPorsche 911 S von Norev in 1:12

Andreas A. Berse

 · 27.03.2024

Der Allesretter: Porsche 911 S von Norev in 1:12Foto: C. Hoffmann
Wenn du Millionen Dollars verfilmt hast und dein Streifen keinen Anfang hat, hilft dir nur ein schiefergrauer Porsche 911 S. Genau den gibt es jetzt bei Norev in 1:12.
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Foto: C. Hoffmann, Unternehmensarchiv Porsche (AG)

Wer braucht schon ein Drehbuch? Schade nur, wenn du schon einige Milliönchen Dollar verkurbelt hast und erst dann feststellst, dass dein Film keine Handlung und vor allem keinen Anfang hat. Was kann dich jetzt noch retten?

Du setzt dich in einen schiefergrauen 911 S, den Porsche dir als Dienstwagen spendiert hat, und fährst nach Le Mans. Über die Rue des Jacobins, vorbei an der Cathedrale Saint Julien-du Mans und dann auf den Teil der Strecke, auf dem wenig später die Boliden im Windschatten unterwegs sein werden. Jetzt ist sie noch eine öffentliche Straße. Du steigst aus und guckst dir die Leitplanke an, die nach einem Unfall erneuert wurde. Du sagst kein einziges Wort. Du bist der King of Cool. Und Reden wird sowieso maßlos überschätzt.

Geredet wird in „Le Mans“, Steve McQueens vielleicht persönlichstem Film, erst nach 36 Minuten. Und die ersten sieben davon füllen der schiefergraue Porsche 911 S, sein Pilot und Hauptdarstellerin Elga Andersen, die im Ort Blumen einkauft. Nach 6:49 Minuten macht der Porsche kurz Platz für den Namen des Hauptdarstellers, also McQueens, nach sieben Minuten verschmilzt er langsam mit dem Horizont und wird unsichtbar.

Unübersehbar zeichnet die neueste Variante des Porsche 911 S, die Norev jetzt auf Basis seines Die-Cast-Modells in 1:12 bringt, genau diesen Wagen nach, der Zusatzscheinwerfer, ein Schiebedach, ein Blaupunkt-Radio „Frankfurt“ und die seltene Klimaanlage an Bord hatte. Und der schiefergraue Lack glänzt satt. Die Proportionen sind ohnehin stimmig, da Norev auch hier auf Basis von CAD-Daten konstruiert hat.

Einige Details sind schlicht famos. Mittig unten auf der Heckscheibe ist ein Motor mit dem roten Aufdruck „2,2“ zu sehen, der an den Hubraum des „S“ erinnert. Vorne runden der Porsche-Aufkleber „Markenweltmeister 1969“ und das kürbisgelbe Schild mit der Beschriftung „24 Heurs ’70 -Ravitaillements Parc 54“ die Finessen ab. Auch ein King of Cool darf eben nicht überall parken. Das Kennzeichen „S-B 2795“ passt.

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Das Original-Auto des Hollywoodstars brachte 2011 bei einer Versteigerung in Monterey 953.000 Euro, Norev verlangt für die 1:12-Version bescheidene 149. Die hochgezogenen Mundwinkel beim Auspacken gibt es ohne Aufpreis dazu. Parbleu!

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