Die Farbe, in der Sun Star sein neues `56 Lincoln Premiere Coupé lackiert, hieß damals wirklich Desert Buff. Und satten Chrom zeigt die News ebenfalls voller Stolz. ] Foto: Sun Star
Die Macher von Sun Star wagen sich an amerikanische Straßenkreuzer-Nostalgie. Angekündigt ist der Lincoln Premiere von 1956 als zweitüriges Hardtop im Maßstab 1:18. Die Farbkombination trägt den klangvollen Namen Desert Buff mit Starmist White Top – eine zweifarbige Lackierung, die den Luxus-Anspruch des Originals überzeugend unterstreicht.
Das Original von 1956 markierte einen Wendepunkt in der Lincoln-Geschichte. In jenem Jahr löste der Premiere den Capri als Spitzenmodell ab und präsentierte sich mit deutlich überarbeiteter Karosserie. Die charakteristischen Heckflossen, die nach vorne geneigte Front mit Scheinwerfer-Schuten und die z-förmigen Chromleisten auf Höhe der hinteren Türen machten den Wagen unverwechselbar. Unter der Haube arbeitete ein V8 mit 6.030 Kubikzentimetern Hubraum, der 285 PS bei 4.600 Umdrehungen entwickelte.
Sun Star setzt bei diesem Modell auf die bewährte Kombination aus Zinkdruckguss-Karosserie und zu öffnenden Teilen. Türen, Motorhaube und der Kofferraum sind beweglich umgesetzt – typisch für die 1:18-Reihe des Herstellers. Die zweifarbige Lackierung mit dem schimmernden Desert Buff am Unterbau und dem weißen Dach stellt hohe Ansprüche an die Fertigungsqualität. Gerade bei solchen Farbübergängen zeigt sich, ob ein Hersteller sein Handwerk versteht. Auch die originalgetreue Platzierung der Chromteile ist eine Herausforderung an die Entwickler.
Die Produktnummer lautet 4658. Laut Ankündigung soll das Modell noch im Oktober 2026 ausgeliefert werden. Ob Sun Star auch andere Karosserievarianten des Premiere plant, bleibt offen. Das Original gab es 1956 immerhin als viertürige Limousine, zweitüriges Hardtop-Coupé und zweitüriges Cabriolet. Besonders die offene Version wäre für Sammler interessant – allerdings schweigt sich der Hersteller darüber bisher noch aus.
Für Sammler amerikanischer Klassiker ist der Lincoln Premiere von 1956 ein Meilenstein und ein Muss. Die Modellreihe wurde bis 1960 gebaut und durchlief mehrere Überarbeitungen. 1957 kamen Doppelscheinwerfer und dramatisch vergrößerte Heckflossen dazu. Ab 1958 gab es eine selbsttragende Karosserie und einen größeren Motor mit über sieben Litern Hubraum. Die frühe Version von 1956 gilt jedoch als die eleganteste – und genau diese kommt jetzt in die Vitrine.
Sun Star hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen mit amerikanischen Klassikern gemacht. Die Detailtreue bei Chromteilen und Innenausstattungen überzeugt in der Regel. Natürlich kommt der Lincoln als Linkslenker.
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