Andreas A. Berse
· 16.03.2026
Ich bin dann mal draußen! So ist das Gefühl, wenn du in diesem offenen Mercedes-AMG PureSpeed Platz genommen hast. Wie der Blick nach vorne wirkt, hängt von deinem Baujahr ab. Ich – ein 1961er – spüre einen Hauch von Stirling Moss und Denis Jenkinson, der durch das Kleinhirn fetzt, und ge nieße das 722er-Feeling. Denn mit dem 300 SLR und dieser Startnummer fuhren beide 1955 bei der Mille Miglia eine Fabelzeit und die Konkurrenz in Grund und Boden.
Meine Neffen würden eher an den Mercedes-AMG F1 W16 von George Russell und Kimi Antonelli denken. Denn zwischen Fahrer und Beifahrer erstreckt sich im Mercedes-AMG PureSpeed ein Haloähnliches Rohr. Es soll zusammen mit den Helmen samt Wechselsprechanlage vor Verletzungen schützen. Denn die Windschutzscheibe ist nur ein Rudiment, und bei 315 km/h Vmax tobt der Fahrtwind in Orkanstärke. Nein: Dieser Wagen hat keinen Filter für Fahrer und Beifahrer parat. Die Elemente kommen pur durch. Ich bin dann mal draußen! Die technische Basis liefert übrigens ein Mercedes-AMG SL 63 4Matic+. Puristisch ist die passende Verkleinerung aber auf gar keinen Fall. Das NZG-Modell des Pure-Speed in 1:18 hat 223 Bauteile und 319 Bedruckungen, bewegliche Türen und Hauben sowie lenkbare Vorderräder und kostet wohl um die 200 Euro. Die Inneneinrichtung erstrahlt in Kristall-weiß und Schwarz. Ich schaue mir das Interieur an und bin plötzlich ganz drinnen!