Mille Duecento
· 05.05.2026
Rund 3,6 Millionen waren beim Verkaufsstart für einen Ferrari F80 fällig. Da kostet jedes der 1200 PS exakt 3000 Euro. Trotzdem war das Hypercar in zwei Tagen ausverkauft. Beim 1:18-Modell von Bburago aus der Serie „Race & Play“ kostet eine Pferdestärke gerade einmal sechs Cent. Denn: Für 72,99 Euro Verkaufspreis steht die Neuheit im Regal. Und zwar zunächst in den beiden Farben Giallo Triplo Strato und Rosso Scuderia, bürgerliche Namen: Gelb und Rot.
Das ist mal eine Ansage! Und trotz des erstaunlichen Preis-Leistungs-Verhältnisses umschifft die Neuheit die wichtigste technische Klippe des Hypercars aus Maranello en miniature mit Grandezza: die beiden beweglichen Türen. Denn beim Original klappen sie nicht nur im 45-Grad-Winkel nach oben, sondern öffnen auch komplett mit den Schwellerteilen. Da vorne außen noch ein Endstück des Winglets angebracht ist, wird solch eine Tür nicht gerade zur leichten Übung für die 1:18-Ingenieure.
Wir haben verstanden: Bburagos 1:18er sind schon lange kein Spielzeug mehr, sondern „Collector‘s Items“ – nur eben erstaunlich preiswerte. Das wird beim F80 auch in Sachen Felgen und Scheibenbremsen sichtbar. Gut, der hybride Motor versteckt sich unter einer originalgetreu gravierten Kunststoffschale, aber im Interieur ist die Bedruckung in den Bedienkonsolen und Instrumenten schon ein Hingucker.
Der Vor-Vor-Vor-Vorgänger F40 schuf den legendären 1:18-Ruf für die damals noch in Norditalien beheimatete Firma, der jetzt ausgelieferte F80 von asiatischen Werkbänken beamt diesen Anspruch überzeugend in die Gegenwart. Mit glaubhaften 1200 PS unter der Haube.
Das ist der doppelte Coup von Bburago für 2026: Die Modellauto-Legende liefert den ikonischen Manthey-Elfer aus, den gelben „Grello“ in 1:43 (17,50 Euro) und 1:24 (29,50 Euro). Die größere der beiden Die-Cast-Miniaturen hat bewegliche Türen. Und: Bei der Dekoration hat Bburago ganze Arbeit geleistet.