Andreas A. Berse
· 06.01.2025
Lavaorange wie beim Cayman GT4 RS oder doch lieber Arktik-grau wie beim Spyder RS? Wer die beiden Minichamps-Modelle in 1:18 in seinen Händen hält, weiß gar nicht, wohin er zuerst schauen soll. Original und Modell schreiben Traditionen fort. Die RS haben beide einen Saugmotor mit vier Litern Hubraum und sechs Einzeldrosselklappen, der 500 PS Leistung freigibt. Das Siebenganggetriebe mit Doppelkupplung tarnt sich drinnen optisch als Schalter, und Cayman wie Spyder sind deutlich komprimiertere Sportgeräte als ein Elfer. Weissach-Pakete mit mehr Karbon, also weniger Gewicht und Geld auf dem Konto nach dem Erwerb, gibt es auch.
Die beiden Minichamps-Interpretationen aus Die Cast sind auch Traditionalisten, denn sie kommen im „All-open“-Trimm. Fronthaube und Türen lassen sich öffnen. Beim orangen Cayman GT4 RS gilt das auch für die Heckklappe, beim arktikgrauen Spyder für die nach hinten schwenkende Verkleidung über dem Faltdach. Gute, filigrane Felgen sowie passende Scheiben und Sättel im Styling der Karbonbremsanlage sind für Minichamps das kleine Einmaleins, durchbrochene NACA-Einlässe in der Fronthaube und ebensolche Louvers auf den Frontkotflügeln ebenfalls.
Dazu kommen als weitere Extras authentisch nachempfundene Sichtkarbonteile und eine Außendekoration, die schon bei diesen Vorserienmustern überzeugt. Drinnen gefallen die Leichtbausitze und die umfangreich dargestellte Instrumentierung beider Erlkönige aus der Domstadt.
So wie die RS-Modelle das Thema 718er für Porsche auf die Spitze treiben, könnte das Minichamps mit diesen beiden geplanten Miniaturen in 1:18 gelingen, wenn sie Anfang 2025 debütieren – zu Preisen um die 210 Euro. In 1:1 würde der Autor übrigens den Spyder in Orange nehmen. Immer dran denken: 9000 Umdrehungen pro Minute bei 105 Dezibel versprechen gar keine stille Nacht …