Andreas A. Berse
· 27.03.2026
Zurück in die Zukunft: Als 23-Jähriger entdeckte Ramon Cubiró seine Rennbahn wieder und baute die Scalextric-Strecke erneut auf. Schließlich restaurierte er Vintage-Slotracer. So begann sein Weg zu den fulminanten Produkten, die er heute unter dem Markennamen Velasor verkauft. In Barcelona entstehen seit 2017 Modelle, die dem römischen Gott Janus alle Ehre machen würden, denn sie haben zwei Gesichter: Es sind einerseits brillant und extrem filigran gemachte Sammlerstücke – meist nach Vorkriegsrennern – andererseits aber höchst potente Flitzer für die Schlitzpiste im Maßstab 1:32. Die Vorbilder liefern große Marken wie Alfa Romeo, Mercedes-Benz, Austro-Daimler, Bugatti oder der Sascha von Porsche. Ramon Cubiró: „Ich besitze keine Ausbildung als Modellbauer, aber ich bin Lackierer und Restaurator.“ Das schlägt sich auch in seinen Produkten nieder.
Alle Miniaturen haben detailliert nachgebaute Motoren und sind trotzdem dank geschickt versteckter Antriebe auf der Schlitzpiste als Renner einsetzbar. Die Felgen und Fahrwerke wirken dennoch filigran. So gibt es etwa voll funktionstüchtige Blattfederpakete. Zudem sind originalgetreu gemachte und liebevoll kolorierte Fahrer und Beifahrer mit an Bord. Manche Miniaturen in 1:32 gehen auch mit einer Box in Form eines kleinen Dioramas an den Start. Diese Qualität hat ihren Preis: Einzelstücke kosten zwischen 660 und 1200 Euro.
Auch der Firmensitz strahlt offenbar aus. Velasor sitzt im Viertel Guinardó in Barcelona, wo Karosseriebauer wie Hispano-Suiza ihre Werkstätten hatten. Dem Anspruch eifern auch die 1:32er nach. Ob die Renner nach Deutschland kommen, ist noch ungewiss.