Andreas A. Berse
· 21.12.2023
Tolle Idee von Scalextric: Den Anlass liefert einerseits ein historisches Formel-1-Rennen. Die Startnummer 1, von Niki Lauda, der Brabham BT46B mit Alfa-Motor im Heck und der Lotus 79 von Mario Andretti mit der Startnummer 5 gingen beide beim schwedischen Grand Prix von 1978 ins Rennen. In Anderstorp trafen zwei Aerodynamik-Wunder aufeinander. Der Brabham BT46B ging dabei einen sehr ungewöhnlichen Weg. Ein im Heck montierte Ventilator drückte den roten Einsitzer auf den Asphalt. Seitliche Schürzen dichteten das wegweisende Konzept ab, um den Ansaugeffekt zu optimieren. Nach Laudas Sieg im Schweden-Rennen erkannte die Konkurrenz die Überlegenheit dieser Idee und sorgte schließlich für ein Verbot.
Auch der Lotus 79 war ein “Ground-Effect”-Car. Er saugte sich aber dank der optimierten Form von Chassis und Verkleidung an den Asphalt und brauchte dazu keinen zusätzlichen Ventilator. Dieses Prinzip war wegweisend und wurde später im Rahmen des Reglements von anderen Hersteller kopiert. Im Rennen selber scheiterte der Wagen von Mario Andretti aber an einem eher konventionellem Manko. Der Amerikaner kam wegen eines simplen Motorschadens am Ford-V8 nicht ins Ziel. Aber: der Lotus 79 wurde nicht verboten. Und: Andretti wurde auf dem Lotus-Ford 1978 Weltmeister. So sind bei Autos irgendwie beide Siegertypen.
Scalextric packt seinen beiden sehr fein gemachten 1:32-Flitzer für die Autorennbahn in eine tolle Box. Auf der Innenseite des Deckels gibt es Infos zu Fahrern, Rennen und Autos. Das schönste am Set: Der Brabham und der Lotus lassen sich prima gegeneinander fahren. Der tiefe Schwerpunkt macht auch die 1:32-Modelle zu “Ground-Effect”-Cars auf der Schlitzpiste. Und ein paar Infos über die Historie des F1 liefern die Engländer gratis mit dazu. Das ist doch mal ein passendes Weihnachtsgeschenk.
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