Kyosho bringt den Nissan Be-1 im Miniaturformat 1:64 und zwei neuen Farben

Andreas A. Berse

 · 03.02.2026

Kyosho bringt den Nissan Be-1 im Miniaturformat 1:64 und zwei neuen Farben
In Die-Cast und mit einer wohlproportionierten, geschlossenen Karosserie kommt der Nissan Be-1 bei Kysho in der neuen Farbe Beige, die mehr nach Gelb aussieht. ] Foto: Kyosho
Kyosho überrascht mit dem seltenen Nissan Be-1 von 1987 als detailgetreues 1:64-Modell. Der japanische Kultkleinwagen mit seinem retro-futuristischen Design kommt neu in blauer Lackierung und beiger Variante in die Sammlervitrinen.
Die zweite neue Farbe für das wiederaufgelegte Die-Cast-Modell des Nissan Be-1, der von 1987 bis 1989 gebaut wurde, ist Blau. Foto: Kyosho

Die Japaner von Kyosho haben sich einen echten Exoten vorgenommen! Der Nissan Be-1 aus dem Jahr 1987 war schon als Großserienauto ein ziemlicher Außenseiter – jetzt kommt der rundliche Kleinwagen als kerniges 1:64-Modell in zwei neuen Farben und aus Die Cast.

Retro-Design trifft moderne Fertigungsqualität

Was Nissan damals als Konkurrenz zu Honda entwickelte, wirkt heute wie ein Designstudienfahrzeug aus einer anderen Zeit. Der Be-1 mit seinem bulligen 52-PS-Vierzylinder und dem charakteristischen Kombilimousinen-Aufbau war nur von 1987 bis 1989 erhältlich – perfektes Sammler-Material für heute also.

Kyosho spendiert dem kleinen Japaner die gewohnt respektable Detailarbeit. Die jetzt lieferbare blaue Lackierung der Verkleinerung dürfte die beliebtesten Standardfarben nachzeichnen, während die beige Variante vermutlich eine der ungewöhnlichen Nissan-Sonderlackierungen repräsentiert. Die Farbe wirkt allerdings eher wie ein Goldgelb. Damals gab es den Be-1 nämlich auch noch in so kreativen Tönen wie Kürbisgelb, Tomatenrot oder Zwiebelweiß – die Japaner hatten 1987 definitiv Mut zur Farbe.

Das 1:64-Format passt perfekt zum kompakten Vorbild mit seinen 3,63 Metern Länge. In der Clamshell-Verpackung macht das Die-Cast-Modell eine gute Figur und dürfte bei Kennern japanischer Automobilkultur für Begeisterung sorgen.

Seltener Gast in deutschen Sammlungen

Der Be-1 ist hierzulande praktisch unbekannt – umso interessanter wird das Kyosho-Modell für Liebhaber ausgefallener Fahrzeuge. Mit seinem 987-Kubik-Motor und wahlweise Dreigangautomatik oder Fünfgangschaltung war der kleine Nissan durchaus munter unterwegs, auch wenn die 670 Kilogramm Leergewicht heute geradezu federleicht erscheinen. Er war nur als Rechtslenker lieferbar und deshalb in Kontinental-Europa extrem selten.

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Ob weitere Farbvarianten folgen werden, bleibt abzuwarten. Rot hatte Kyosho schon einmal im Programm. Bei einem so charaktervollen Vorbild wäre definitiv Familienplanung denkbar – schließlich hatte Nissan damals auch Extras wie das großflächige Canvas-Sonnendach oder die Sportausstattung im Programm.

Kyosho mit langer Tradition

Kyosho ist so alt wie der Porsche 911. Denn 1963 startete der Name als Im- und Export-Company für Spielzeug aller Art. Ein Jahr nach dem Umzug nach Tokio, 1969 gab es eine Vertretung in den USA, in Kalifornien.

Das erste Autoprodukt war anno 1970 ein RC-Renner mit Verbrenner-Antrieb, der Dash, der einem Ferrari 330P3 sehr ähnlich sah – im Maßstab 1:8. 1972 folgten ein Dune-Buggy und ein Schnellboot, die ebenfalls mit Funkfernsteuerungen an den Start gingen. Ein Jahr später kam der erste Segelflieger, 1979 das erste Motorrad, der Eleck Rider.

Der nächste wichtige Schritt Richtung Modellauto-Hersteller folgte 1991: Mit AC Cobra, Mazda MX5, Honda NSX gingen die ersten Die-Cast-Miniaturen in 1:18 an den Start, in einer bisher kaum gekannten Detaillierung. Die Karosserien waren aus Die Cast gefertigt. Später folgte das erste Modell in 1:43 aus Zinkdruckguss, der Shelby 350GT, ab 2001 debütieren 1:64-Miniaturen. Ab 2003 gaben Großmodelle in 1:12 ihre Premiere. Heute bauen die Japaner auch in Resine.

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