Family-Business in Le MansSolido bringt den Porsche 956 der Andretti-Familie

Andreas A. Berse

 · 01.10.2022

Family-Business in Le Mans: Solido bringt den Porsche 956 der Andretti-FamilieFoto: Werk
In dem Original zu diesem blauen Porsche 956 saßen gleich zwei Piloten mit dem Namen Andretti 1983 bei den 24 Stunden von Le Mans hinter dem Lenkrad des Boliden. Nummer 21 wurde damals Dritter. ]

1983 belegten acht Porsche 956 die ersten Plätze in Le Mans. Gerade noch aufs Podium schaffte es dieser blaue Renner, bei dem Family-Business hinter dem Lenkrad saß. Solido bringt die Startnummer 21 in 1:18.

Der Porsche 956 war bei den 24 Stunden von Le Mans zwar so überlegen, das 1983 kein anderes Siegerfahrzeug in Frage kam, aber schon die Besetzung des Podiums kann spannende Geschichten erzählen. Denn die letzte Rennrunde hatte es in sich. Harley Haywood in der siegreichen Nummer drei verlor in der Nacht bei voller Fahrt eine Tür und rettete sich mit rauchendem Motor ins Ziel. Jacky Ickx hätte ihn zwar noch einholen können, doch der musste langsam fahren, weil ihm der Sprit ausging. Der Dritte kam ohne Probleme ins Ziel. Im Cockpit der Startnummer 21 von Kremer Racing wechselten sich Mario Andretti, sein Sohn Michael Andretti und der Franzosen Philipp Alloit ab. Mit einen Werbeplakat in den USA nahm sich Porsche selber auf den Arm. Der Slogan lautete “Nobody´s perfect!”. Wenn die ersten acht Fahrzeuge aus Zuffenhausen kommen, fällt der Humor eben leichter.

Verlagssonderveröffentlichung
Das Lastenheft der Solido-Flitzer in 1:18 ist bestens bekannt. Auch der 956 der Andrettis hat eine fein dekorierte Die-Cast-Karosserie, bewegliche Türen und lenkbare Vorderräder.]Foto: Werk
Das Lastenheft der Solido-Flitzer in 1:18 ist bestens bekannt. Auch der 956 der Andrettis hat eine fein dekorierte Die-Cast-Karosserie, bewegliche Türen und lenkbare Vorderräder.]

Den Drittplazierten mit weißen Kennwood-Logos auf dem hellen Blau zeichnet Solido jetzt in seiner sehr gut verkäuflichen 1:18-Serie nach. Wie bei der Traditionsmarke üblich kommt die Neuheit mit einer wohlproportionierten Die-Cast-Karosserie zum Kunden, hat lenkbare Vorderräder und auch die seitlich nach oben schwenkenden, teilweise am Dach befestigten Türen des Le-Mans-Boliden lassen sich wie bei Original öffnen. Für ein 1:18-Modell zum Preis von 59,95 Euro zeigt der Drittplazierte von der Sarthe außerdem eine sehr gelungene Lackierung und Dekoration. Die Felgen haben vorne die originalgetreuen Aerodynamik-Verkleidungen, sind auf der Hinterachse aber offen, so dass die goldenen Speichen der Rundlinge mit Goodyear-Eagles-Slicks zu erkennen sind.

Die Proportionen sind am 956 von Solido stimmig, Telemetrieantenne und der Not-Aus-Schalter fehlen ebensowenig wie der originalgetreu gestaltete Diffusor der Porsche-Miniatur]Foto: Werk
Die Proportionen sind am 956 von Solido stimmig, Telemetrieantenne und der Not-Aus-Schalter fehlen ebensowenig wie der originalgetreu gestaltete Diffusor der Porsche-Miniatur]

Bei dem Muster, das wir in Augenschein nehmen konnten, war auch die Verarbeitung durchweg sehr gut für diese Preisklasse. Im Cockpit der Rechtslenkers ist das Sportlenkrad präzise nachgebildet. Schaltung und Bedienelemente sind ebenso an Bord wie eine umfangreiche Bedruckung und Kolorierung. Sogar die Instrumentenskalen zeichnet Solido mit viel Aufmerksamkeit nach. Dafür sind knapp 60 Euro ein angemessener Verkaufspreis. Mehr Stories über Modelle finden Sie auf der Webpage von MODELL FAHRZEUG.