Andreas A. Berse
· 01.08.2024
Hot Wheels haut mal wieder einen raus in 1:64. Und in diesem Modell versteckt sich jede Menge Musik. Auf den ersten Blick sieht der Neuzugang wie ein ganz normales Die-Cast-Modell des Traditionslabels aus den Staaten aus. Doch im Heck des eher kantigen Nissan 720 King Cab von 1986 geht es wahlweise auch ziemlich rund. Denn fixiert an eine clever ausgetüftelten Aufhängung lässt sich dort eine fette Soundanlage ausfahren, die beim Original wohl ein ganzes Stadtviertel beschallen könnte. Das halbe Auto ist eigentlich ein Lautsprecher. Und der lässt sich dann auch wieder im Fahrzustand – Simsalabim – ganz brav wieder einklappen.
Als die Japaner kapiert hatten, dass in Amerika Pick-ups bei den Verkäufen den Ton angeben, entwickelten Sie den Nissan 720, der vom Start weg mit einer normalen Kabine und als King Cab mit verlängerter Kabine in den Preislisten stand. Es gab Motoren von 1,5 bis 2,5 Liter Hubraum, aber keine V8 unter der Haube. Dann muss man eben, wie das lilifarbene Modell von Hot Wheels, mit einem auffälligen Lack und einem coolen Gimmick im Heck angeben. Der Nissan 720 war für die Japaner ein globaler Erfolg. Ihn gab es auch in Südamerika, Europa und sogar Australien sowie dem Nahen Osten zu kaufen. Für einige Märkte boten die Asiaten auch eine viertürige Kabine des 720ers an. Beim Fahrwerk hatten die Kunden die Auswahl zwischen Heckantrieb und einer Allradversion.
Kein Wunder also, dass Hot Wheels dieses in den Staaten so beliebte Fahrzeug in seinem Programm führt. Wenn auch nicht in einer ganz serienmäßigen Version und mit einem kleinen Trick im 1:64-Heck. Das Modell ist in den Staaten bereits ausverkauft und hat dort 35 Dollar gekostet, wird aber noch von Händlern angeboten.
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