Andreas A. Berse
· 21.11.2024
Gelungene Varianten zu kreieren, ist im Modellautomarkt die Kür der kreativen Könner. Denn mit einer einzigen Version schafft kaum ein Projekt den kommerziellen Erfolg auf Anhieb. Konversionen können den Erfolg aber sichern helfen. Schon bei der Planung werden sie gewissermaßen mitgedacht. Auf dieser Klaviatur der Versionen zu klimpern, ist die hohe Kunste der Modellautostrategie.
Solido gehen da offenbar die Partituren und der Elan nicht aus. Das zeigt die nächste Variante, die jetzt bei den Franzosen von dem Modell des Volkswagen T2a ins Rampenlicht der Sammler rollt. Denn an dem blauen Pritschenwagen aus Hannover ist da Reserrad an der Front montiert. Diese Anordnung war vor allem bei Campingmobilen des Kulttransporters besonders beliebt, weil sie den Stauraum vergrößert. Aber auch bei dem Pritschenwagen, den Solido in 1:18 aus Zinkdruckguss baut, besitzt die neue Platzierung des Rundlings in der VW-Nase einen ganz besonderen Charme.
Die Basis – den Bulli selbst – hat die Tradtionsmarke zunächst mit einem stilsicheren Gespür für seine originalgetreuen Proportionen prima verkleinert. Die Verkleinerung aus der 50-Euro-Klasse besitzt bewegliche Kabinentüren, lenkbare Vorderräder und eine klappbare Ladebordwand im Heck. Bei der neuen, taubenblauen Version sind die Stoßstangen in Weiß lackiert.
Der neue Bulli rollt auf silbern lackierten Stahlfelgen und hat verchromte Radkappe. Die vorbildgerechte Inneneinrichtung kommt mit Sitze in Schwarz, und die Instrumentierung des Bullis der Franzosen ist mit feinen Skalen versehen. Sogar die Montage-Qualität ist in dieser Preisklasse konkurrenzfähig und sehr gelungen. So geht der Volkswagen-Klassiker bei der französischen Traditionsmarke in die nächste Runde. Chapeau!
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