Andreas A. Berse
· 15.02.2026
Die Zusammenarbeit zwischen Wiking und dem Nationalen Automuseum in Dietzhölztal-Ewersbach war von Anfang an als Langstrecken-Rennen angelegt. Schließlich verdienten sich die beiden Vorbilder aus Maranello, der Ferrari 330 P3 und der 412P ihre Lorbeeren auch bei Landstreckenrennen in der Sportwagen-Weltmeisterschaft in den Sechzigern. Die 1:87er gibt es exklusiv im Museums-Shop zu kaufen, so lange der limitierte Vorrat reicht.
Die Startaufstellung wächst jetzt weiter. Durch seine besonders feine Bedruckung zeigt die rote Startnummer 21 die Kenner sofort in ihren Bann. Ins Lenkrad der Coupés griffen am 19. und 20. Juni 1966 der Franzosen Jean Giuchet und der Italiener Ludovico Scarfiotti. Sie starteten von Platz acht, aber nach 226 Runden rollten die Reifen der Maranello-Hengstes in der Boxengasse aus. Die Nummer 21 musste mit Motorschaden aufgeben. Besonderheit an der Miniatur sind die mit Klebebändern bedruckten Scheinwerfer, links sogar in der Farbe Blau. Die Farbigkeit sollte Verwechslungen in der Boxengasse vermeiden. Die Klebestreifen verhindern, das die Scheinwerfer brechen und Scherben auf die Fahrbahn kommen. Wegen der Renndekoration und der umfangreichen Bedruckung kostet diese Wiking-Verkleinerung in H0 im Museum 34,99 Euro.
In Gelb und ohne Startnummern tritt ab sofort in 1:87 auch der Ferrari 412P von 1967 an. Diese Wagen war die Kundenversion des Ferrari 330 P4 und wurde von den drei Privat-Team North American Racing, Scuderia Filipinetti und Maranello Concessionaires eingesetzt. Während die Werks-Ferrari 1967 bereits ein in Maranello entwickeltes Getriebe besaßen, gingen die Kundenwagen mit einer Gearbox von ZF an den Start, die als sehr anfällig galt. Das gelbe Kunststoffmodell von Wiking kostet 29,99 Euro.
Zum selben Preis bietet das Nationale Automuseum in seinem Shop jetzt auch eine neue Variante des Ferrari 330 P3 an, die zunächst in Rot ohne eine Startnummer aus der Box rollt. Sie hat eine veränderte Heckpartie dank anders gestalteter Scheibe und auch die Seitenschweller unterscheiden sich. Den Besuch im Nationalen Automuseum machen aber nicht nur die beiden Neuzugänge in 1:87 interessant. Zudem parkt im Museum auch ein passendes Original mit interessanter Renngeschichte.
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