Auto-Cult bringt einen Tourbus im Cinemascope-Format als 1:43er

Andreas A. Berse

 · 17.03.2022

Auto-Cult bringt einen Tourbus im Cinemascope-Format als 1:43er

Einen einmaligen Paramount-Tourbus bringt Auto-Cult in seiner Omnibusserie der Baugröße 1:43 als nächste Neuheit in einer Limitierung von 333 Stück auf den Markt.

Okay: In Hollywood muss es immer etwas größer oder spektakulärer sein. Das schreibt das Drehbuch vor. Als jüngstes Beispiel dafür kann auch die jetzt von Auto-Cult angekündigte 1:43-Neuheit für die eigene Omnibusserie herhalten, der im Jahr 1934 von drei Karosseriefirmen aus Los Angeles gemeinsam gebaute Paramount Jack Conrad Tourbus. Das rundliche, silbergraue Vehikel im futuristischen Look geht zunächst einmal auf das Stück “Stolen Harmony” von 1934 zurück, das Alfred L. Werker mit George Raft als Ray Angelo und Ben Bernie als Bandleader Jack Conrad für die Paramount-Studios drehte. Die Geschichte hatte eine reale Vorlage und die Schauspieler übernahmen die Rollen der echten Protagonisten. Für die Filmband und Werbemaßnahmen rund um den Streifen entstand dann dieses besondere Vehikel zunächst als Tourbus. Witziges Detail am Rande: Im Film hatte James Cagney als kleiner Junge seinen ersten Leinwandauftritt. Der Mann aus New York wurde später durch seine Rollen als Gangster weltberühmt.

Auch wenn es fast so aussehen mag: Fliegen konnte der irre Bandbus , der später Besucher durch die Paramount-Studios kutschierte, trotz des imposanten Heckleitwerks garantiert nicht. ]Foto: Werk
Auch wenn es fast so aussehen mag: Fliegen konnte der irre Bandbus , der später Besucher durch die Paramount-Studios kutschierte, trotz des imposanten Heckleitwerks garantiert nicht. ]

Der Dreiachser war natürlich ein perfekter Werbegag. Und damit jeder wusste, wofür das Science-Fiction-Auto unterwegs war, stand in großen Lettern “Jack Conrad´s Band” auf den Flanken des rund geformten Vehikels mit einem Design, das auch an Stromlinienfahrzeuge erinnert. Darüber hinaus ist auch die Bauweise extrem interessant. Der Fahrer saß zum Beispiel ganz vorne in einer Art Krähennest und lenkte das Nutzfahrzeug aus erhabener Position. Vor dem Fahrgastraum war ein riesiger Ventilator zu sehen, der den Kühler der Konstruktion im richtigen Temperaturbereich hielt. Die Räder waren teilweise verkleidet.

In der Seitenansicht ist das Krähennest für den Fahrer in der Fahrzeugfront zu erkennen. Der luxuriös eingerichtete Bus war im Fahrgastbereich üppig verglast, was ideal für die Studiotouren war. ]Foto: Werk
In der Seitenansicht ist das Krähennest für den Fahrer in der Fahrzeugfront zu erkennen. Der luxuriös eingerichtete Bus war im Fahrgastbereich üppig verglast, was ideal für die Studiotouren war. ]

Insgesamt 36 Passagieren bot das Fahrzeug Platz. Die Inneneinrichtung war sehr luxuriös gehalten und erinnerte an den Pullman-Komfort der damaligen First-Class-Reisezüge in den Vereinigten Staaten. Wie bei Auto-Cult üblich, ist die Auflage für die Omnibus-Neuheit auf 333 Stück limitiert.