Was in Zukunft läuftAls der Calibra-Blitz in der DTM einschlug

Car Lauer

 · 23.01.2023

Was in Zukunft läuft: Als der Calibra-Blitz in der DTM einschlugFoto: Werk
Werk83 widmet sich in 1:18 und Die Cast dem Opel Calibra DTM V6 4x4 aus der DTM/ITC

Im nächsten Jahr liegt das DTM-Debüt des Opel Calibra V6 DTM 4x4 genau 30 Jahre zurück. Der Allrad-Blitz gab sein letztes Rennen auf dem Nürburgring 1999 – höchste Zeit für ein paar 1:18-Modelle.

Vor knapp 30 Jahren debütierte der Opel Calibra in der DTM. Werk83 bringt den Boliden in den Rennversionen von 1995/96.
Foto: Werk

Das neue ITC-Reglement, nach dem die DTM 1993 auf internationalem Parkett ausgetragen werden sollte, ließ Opel-Sportchef Walter Treser den Omega in Ruhestand schicken. Im neuen Wettbewerb gab es Motoren mit einem festgelegten Hubraum von 2,5 Litern, und Allradantrieb war erlaubt. Wichtigste Neuerung: Es mussten nicht mehr 500 Homologationsexemplare in zwölf Monaten von den Bändern laufen. Man konnte auf einem Serienauto aufbauen und jeden passenden Motor aus dem gesamten Angebot des eigenen Hauses benutzen. Doch der Neue von Opel, der Calibra, bekam trotzdem etwas Verspätung. Die Rüsselsheimer setzen ihn mit dem renommierten Joest-Team erst probeweise zum Ende der Saison 1993 ein. In Hockenheim zeigte Manuel Reuter im Training mit Platz fünf das Potenzial des Neuzugangs auf, Keke Rosberg belegte im ersten Rennen Platz sieben, im zweiten Race fielen beide V6-Calibra mit Elektronikproblemen aus.

Zur Saison 1994 kam der „Phase- 3“-Motor zum Einsatz, der nichts anderes als ein Cosworth-Treibsatz war. Opel setzte neben Reuter und Rosberg unter Joest-Regie noch Louis Krages ein. Der Bremer Kaufmann fuhr unter dem Pseudonym „John Winter“, doch sein Wagen hatte immer wieder technische Probleme. Im britischen Donington Park holte Reuter nach der Disqualifikation von Nannini am grünen Tisch den ersten Sieg. Ein Jahr später reichte es in Hockenheim unter Klaus Ludwig und Manuel Reuter zum ersten Calibra-Doppelsieg für den V6 als „Phase-4“-Motor. Auf seinem Höhepunkt war der Wagen in der DTM-Saison 1996, in der Manuel Reuter den Titel errang. Volker Strycek setzten einen der „Phase-3“-Calibra noch einmal beim 24-Stunden-Rennen 1999 ein und lieferte den Viper von Dodge lange einen guten Fight am Ring.

Werk83, das neue Eigenlabel von CK-Modelcars für die Baugröße 1:18, konzentriert sich allerdings auf die Tourenwagen-Blitze aus den beiden Wettbewerben 1995 und 1996, die ja auch im Bereich der Karosserie weitestgehend identisch waren. Als 1995er kommen die Nr. 20 von J. J. Lehto „Cliff“, die Nr. 9 von Reuter im „Opel-Motorsport“-Design, die Nr. 1 von Klaus Ludwig im „Hasseröder“-Look und Keke Rosbergs Nr. 2 in derselben Deko. Bei den Rennern von 1996 plant Werk83 zunächst mit der Nr. 25 von Alexander Wurz „Hasseröder“ und der 13 von Gianni Giudici im selben Bier-Outfit des Calibra.

Dieses Starterfeld kommt noch in diesem Jahr zum Verkaufspreis von 69,95 Euro. Das Meisterauto von Reuter aus der DTM/ITC-Saison 1996 folgt wohl erst Anfang nächsten Jahres. Das Lastenheft der Werk83-News ähnelt dem der Solido-Miniaturen. Alle Die-Cast-Coupés kommen mit zu öffnenden Türen und lenkbaren Vorderrädern, einer sehr umfangreich nachgezeichneten Renndekoration, die keine Wünsche offen lässt, sowie inklusive originalgetreu geformter Front- und Heckflügel. Auch auf die Gestaltung der Renninterieurs mit massiven Überrollkäfigen legt der Hersteller viel Wert. Es kann bei den Neuheiten für 2023 eventuell Preiserhöhungen geben.