Volvo BM T 814 von Schuco in 1:32 – Von der Stange?

Andreas A. Berse

 · 08.06.2022

Volvo BM T 814 von Schuco in 1:32 – Von der Stange?Foto: W. Doppelhammer

Von der Stange kamen die Traktoren in den Sechzigern eher nicht mehr. Auch nicht der Volvo BM T 814, den Schuco in 1:32 bringt.

Mehr Leistung dank maßgeschneiderter Motoren: So sahen Traktoren in den Sechzigern aus, wie der Volvo BM T 814, den Schuco in 1:32 baut
Foto: W. Doppelhammer

Zwei Kundenwünsche veränderten den Traktorenmarkt in Europa ab Mitte der Sechziger radikal: Größere Flächen ließen den Ruf nach Schlepper-Leistungen von 100 PS oder mehr laut werden, und maßgeschneiderte Lösungen fuhren reichere Ernte, sprich Kunden ein. Beides animierte Volvo ab 1966 zur Entwicklung seiner modern konstruierten 800er-Reihe. Der Volvo BM T 814, den Schuco sich als Vorbild für seine erste Version des roten Traktors aus Skandinavien ausgesucht hat, war das Spitzenprodukt der Baureihe mit ab 1972 exakt 128, später dann sogar satten 140 PS. Das BM in der Typenbezeichnung stammt übrigens von der Trecker-Firma Bolinder- Munktell, die Volvo 1950 aufgekauft hatte. 1979 gaben die Schweden die Schlepperproduktion selber komplett an Valmet ab.

Verlagssonderveröffentlichung

Die Entwicklung des T 800 begann auf einem weißen Blatt Papier, weil der Vorgänger Bison in Sachen Hydraulik und Getriebe veraltet war. Die Schaltbox bekam vier respektive acht Gänge plus Rückwärtsgang, teilweise sogar vollsynchronisiert. Es gab die 800er auch mit zwei Zapfwellengeschwindigkeiten. Die maximale Hydraulik-Hubkraft lag bei bis zu 2360 Kilogramm. Die Kabinen bezog Volvo von Hara. Schuco bringt noch in diesem Jahr in Resine und 1:32 als ersten Vertreter aus dieser Serie den BM T 814, also die leistungsstärkste Variante, in den Fachhandel.

Die Neuheit kommt voraussichtlich im dritten Quartal zu den Händlern, zum Verkaufspreis von 139,99 Euro. Wie bei den Resinemodellen üblich, bleiben die Motorhaube und die Türen geschlossen. Trotzdem sind aber die Finessen in der originalgetreu nachgezeichneten Hara-Kabine nicht von schlechten Eltern. Wie beim Vorbild ist der leistungsstarke Motor, der fein graviert zu sehen ist, in Grün lackiert. Ansaugtrichter in Rot und der Auspuff in Silbergrau sind ebenso vorbildgerecht lackiert wie die Felgen und das fein gravierte Frontgewicht in Rot. Filigrane Anbauteile wie die Scheinwerfer, Rückspiegel und Scheibenwischer runden die Außendetaillierung ab.