Andreas A. Berse
· 16.07.2023
Das Original entstand für ein Rennen. Nachdem Giannino Marzotto, Spross einer bekannten italienischen Textildynastie, 1950 mit 22 Jahren zum jüngsten Mille-Miglia-Sieger wurde, baute er sich für den Lauf von 1951 ein Einzelstück. Auf Basis eines Corda Spyder entstand ein windschnittiges Coupé, das Bildhauer und Designer Franco Reggiani entwarf und Fontana in Padua baute. Kennern nennen das Stromliniencoupé Uovo, das Ei! Der Wagen existiert noch, trägt stolz eine gewisse Patina und ist fahrbereit. Ihn ziert eine Lackierung in zwei Blautönen, und sofort stechen die winzigen Türen ins Auge. Marzotto führte lange mit großem Vorsprung, bevor ein Differenzialschaden die Wiederholung seines Milli-Miglia-Siegs verhinderte. Aber der Wagen fuhr danach noch weitere Rennen. Tecnomodel zeichnet das Einzelstück mit fünf neuen Wettbewerbsvarianten in der Baugröße 1:18 nach. Die Firma aus Opera plant mit folgenden Uovos:
Der Uovo in 1:18 zeigt tolle Proportionen, und die Varianten unterscheiden sich in Deko und Details deutlich voneinander
Alle fünf Ferrari rollen auf feinen Speichenrädern. Auch die winzigen Unterschiede in der Karosserie wie die Lüftungsklappe rechts im Dach oder einen vergrößerten, außen montierten Scheinwerfer auf der Beifahrerseite setzt Tecnomodel bei seinen Versionen sehr genau um. Die verschiedenen, teilweise mehrfarbigen Lackierungen sind ebenfalls originalgetreu nachgezeichnet. Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut. Die Limits der einzelnen Modellvarianten liegen im Bereich um die 100 Stück. Tecnomodel verkauft seine Neuzugänge für 239 Euro. Kein Zweifel: Die fünf neuen Eier sind Güteklasse A!