Rindts Doppeldecker: 1968 Brabham BT23C GP d’Albi J. Rindt von Spark in 1:43Foto: Werk, Delius Klasing (1)

Motorsport-FahrzeugeRindts Doppeldecker: 1968 Brabham BT23C GP d’Albi J. Rindt von Spark in 1:43

Andreas A. Berse

 5/6/2022, Lesezeit: 2 Minuten

Ja, diesen Formel-2-Doppeldecker, den Spark Model in 1:43 bringt, testete Jochen Rindt 1968 wirklich. Aber im Rennen fuhr er so nicht.

Keine Angst vor Doppeldeckern: Jochen Rindt, der Ausnahmefahrer, wurde 1970 posthum Formel-1- WeltmeisterFoto: Werk, Delius Klasing (1)
Keine Angst vor Doppeldeckern: Jochen Rindt, der Ausnahmefahrer, wurde 1970 posthum Formel-1- Weltmeister
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Keine Angst vor Doppeldeckern: Jochen Rindt, der Ausnahmefahrer, wurde 1970 posthum Formel-1- WeltmeisterFoto: Werk, Delius Klasing (1)
Keine Angst vor Doppeldeckern: Jochen Rindt, der Ausnahmefahrer, wurde 1970 posthum Formel-1- Weltmeister
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Keine Angst vor Doppeldeckern: Jochen Rindt, der Ausnahmefahrer, wurde 1970 posthum Formel-1- Weltmeister

Aus Fehlern zu lernen, bringt auch Erfolge. Genau diese Geschichte erzählt die Bestellnummer SF251 von Spark, die bereits ausgeliefert ist. Den Wagen bewegte Jochen Rindt 1968 bei Tests vor dem Grand Prix im französischen Albi in der Formel 2. Unmittelbar hinten dem Piloten war auf vier spindeldürren Stangen ein doppeltes weißes Heckleitwerk montiert, das mit vier Längsstreben verbunden war. Die Konstruktion ähnelte einem Doppeldecker.

Nach den Tests wusste das Brabham-Team eines genau: Die tolle Idee funktioniert nicht und kann ad acta gelegt werden. Aber letztendlich wurden damals Rennautos auch dank solcher Rückschläge schneller. Und: Die Aerodynamik optimierten in den Sechzigern vor allem Versuche, wirklich berechnen konnte sie noch kein Team. Rindt ging also konventionell an den Start und wurde Neunter. Immerhin: Rindt gewann in der F2-Saison 1968 fünf der neun Rennen. Da er als „benotter Fahrer“ galt, der auch in der F1 fuhr, konnte er allerdings keine F2- Punkte sammeln. So erhielt Jean- Pierre Beltoise den Titel.

Spark Model hat sich viel Mühe gegeben, diese Sonderversion des Brabham BT23C zumindest in 1:43 für die Nachwelt zu konservieren. Die Füße, auf denen die ungewöhnliche Flügelkonstruktion befestigt ist, wirken extrem zerbrechlich, und ob Jochen Rindt sich selbst als Fahrerfigur unter seinem dunkelgrünen Helm mit diesem Ungetüm, das über seinem Rücken schwebt, wohl- fühlt, darf bezweifelt werden. Keine Zweifel lässt Spark daran, dass dieser ungewöhnliche Meilenstein der Aerodynamik-Tricks in 1:43 genau 69,95 Euro kostet.