Andreas A. Berse
· 04.01.2022
Die neue 1:43-Serie von Tecnomodel enttarnten wir bereits in der letzten Ausgabe. Jetzt bekommt das Kind einen Namen: Das neue Label heißt TM43. Und das Starterfeld, mit dem die 1:43er der Italiener im nächsten Jahr ins Rennen um die Sammlergunst gehen, steht fest. Es besteht aus den beiden sehr schmal geschnittenen Ferrari-Formelrennern 512 T1 von 1965, dem 312-F1 von 1967, dem flachen Lotus 40 von 1965, dem Aston Martin AM V8 von 1979 und dem Designer- Schnittchen Ferrari 365 GTB4 Michelotti von 1975. Tecnomodel bringt von jedem seiner neuen 1:43er vier verschiedene Versionen an den Start.
Die Firma aus Opera in Italien verspricht limitierte Auflagen, die in jedem Fall um 100 Stück pro Version liegen sollen. Verkaufspreis: 99 Euro. Dass die hier gezeigten Miniaturen so filigran wirken, hat auch einen simplen technischen Hintergrund: Tecnomodel wird in seiner 1:43-Serie zunächst ausschließlich Fertigmodelle bringen, die es bereits als 1:18er zu kaufen gab. So können die Formenbauer auf die CAD-Daten zu rückgreifen, die schon für die Handarbeitsmodelle im Bburago-Maßstab verwendet wurden. Trotzdem: Die extrem filigranen Aufhängungen gerade bei den ferrariroten Formel-Modellen und die dünnen Scheiben wie die feinen Karosseriegravuren zeigen, dass Tecnomodel da nicht einfach verkleinert, sondern auch die Besonderheiten einer 1:43- Miniatur vom Start weg gekonnt berücksichtigt.
So zeigen zum Beispiel die beiden Formel-Ferrari sehr feine Nieten auf der Karosserieaußenhaut, und auch der Kühlergrill oder das Interieur zum Beispiel am Michelotti-Ferrari setzt in dieser Baugröße und der Preisklasse unter 100 Euro gelungen Maßstäbe. Zusammen mit der knappen Limitierung etabliert Tecnomodel eine Serie, die beim Sammler reges Interesse wecken dürfte. Zumal ja gerade die Fans der Marke die Strategen aus Italien immer wieder ermutigt haben, auch in der Baugröße 1:43 aktiv zu werden. Und der Kleinserienmarkt in diesem Traditionsmaßstab feiert so seinen ersten Knalleffekt für das kommende Jahr.