Andreas A. Berse
· 30.12.2025
Als MODELL FAHRZEUG 2005 erstmals eine Fabrik von CMC besuchen durfte, erwartete uns eine Großtat: der Mercedes-Benz SLR in 1:12.
Aus dem Jahr 2005
Das war damals eine Sensation: CMC, High-End-Produzent mit Werkbank in China, fertigte ein aktuelles Auto – den Supersportwagen mit Stern, den Mercedes-Benz SLR – in 1:12. Bisher hatte sich der Anbieter auf Oldtimer in 1:18 und 1:24 fokussiert. Erstmals durfte damals eine Redaktion die Produktion in allen Finessen besichtigen, und Fotograf Markus Bolsinger konnte interessante Details ablichten. Zum Beispiel eine uralte Singer-Nähmaschine, mit der die Lederbezüge für die Sitze angefertigt wurden.
Wir waren eineinhalb Tage nur in der Produktion unterwegs, um diese Geschichte zu recherchieren und zu verstehen, was CMC so anders machte und was seine Modelle auch von anderen unterschied. Danach war eines klar: Hier hatten die Gründer eine Produktion hochgefahren, die sich eigentlich nur mit einer Uhrenmanufaktur vergleichen ließ. Die Idee wurde bis heute häufig kopiert, aber selten auch in allen Finessen erreicht.
Zweite Erkenntnis: CMC konnte nicht nur Oldtimer, meist Rennwagen, die wie „naked Bikes“ auf vier Rädern daherkamen. Die Marke war auch in der Lage, einen aktuellen Supersportwagen auf einzigartige Weise zu verkleinern. Allein ein Blick in den Motorraum des SLR machte das schon 2005 unmissverständlich klar. Genau 20 Jahre später schließt sich der Kreis. CMC gehört immer noch zu den Top-Adressen für fein gemachte Kleinodien mit vier Rädern. Und, so ist vom Firmensitz in Fellbach zu hören: Es könnte wieder was Großes kommen.