HANS HERRMANN, Le-Mans-Sieger von 1970 (Zweiter von rechts): „Du siehst nichts mehr, du wagst auf der Geraden nur mehr den dritten Gang einzulegen, du darfst nicht bremsen, nicht lenken, nicht Gas wegnehmen, der Wagen reagiert in den Pfützen auf keine Lenkbewegung mehr.”
MARC HUFENBECHER, Audi Tradition: „Le Mans 2011 war wie Hitchcock. Vier Peugeot jagten zum Schluss einen Audi R18. Zwei Fahrzeuge verloren in dramatischen Unfällen, die zum Glück glimpflich ausgingen. Und dann ein knapper Sieg mit 13,854 Sekunden für die Geschichtsbücher. Da steige ich gerne mal ins Original!“
CHRISTOPH KROMBACH, CK-Modelcars: „100 Jahre 24h Le Mans sind 100 Jahre Renngeschichte. Ich freue mich, dass wir mit unseren Modellen die Chance bieten, diese Geschichte für Sammler, Fans & Enthusiasten greifbar zu machen, und dass jeder die Möglichkeit hat, sich sein ganz eigenes Le-Mans-Museum zu bauen.“
GUIDO SCHIEFEN, Modellbauer und MODELL-FAHRZEUG-Autor: „Le Mans ist nicht zu erklären. Jedes andere Rennen ist austauschbar. Aber die Herausforderung an Mensch und Maschine, in exakt 24 Stunden so weit wie möglich zu kommen, ist einzigartig und wird immer aktuell bleiben. Die Idee ist simpel, aber seit 100 Jahren gibt es nichts Besseres!“
MARKUS MOHN, CMC: „Donne e motori, gioia e dolori“- dieser Spruch von Tazio Nuvolari, übersetzt: „Frauen und Motoren, Freude und Schmerz“, trifft für Le Mans zu. Ein Rennen, das an Dramatik regelmäßig nicht zu überbieten ist. Bittere Ausfälle gab es schon 1938, als Raymond Sommer und Clemente Biondetti nach 20 Stunden mit zwölf Runden Vorsprung mit ihrem Alfa 8C 2900 B in Führung lagen und 160 km vor dem Ziel mit einem Reifen- und einem Motorschaden aufgeben mussten.“
STEFFEN GÖRIG, CEO Quantum Capital,
Besitzer von Revell und Carrera: „Le Mans umhüllt ein besonderes Flair, die Historie, das Fahren auf öffentlichen Straßen, all das macht das Rennen so erstrebenswert. Für mich war die Teilnahme 2020 die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches. Leider hatte einer unserer Piloten früh im Rennen einen folgenschweren Unfall, sodass wir das Rennen nicht ,finishen‘ konnten. Diese Rechnung ist also noch offen.“
MARTIN KOSMANN, Modelissimo: „Ich mache es mir einfach und zitiere Hollywoodlegende und Rennfahrer Steve McQueen: Live is racing, anything before or after is just waiting.“
MARKUS HIRSCH, Director Produktmanagement & Marketing Dickie Toys & Majorette: „Für jeden Motorsportfan ist Le Mans ein Highlight. Mich persönlich begleitet das Rennen fast ein halbes Leben, seit ich mich mit Modellautos auch beruflich beschäftige. Gerade für Majorette als unsere französische Traditionsmarke ist Le Mans ein zentrales Thema. Deshalb gehen wir im Jubiläumsjahr in die nächste Runde unserer Kooperation mit Porsche. Neben aktuellen Modellen sind der 917 und der 935 als Klassiker gesetzt.“
BLACKY SCHWARZ, MODELL-FAHRZEUG-Fotograf: „1995 hatte ich bei einer Präsentation aller Le-Mans-Sieger das Glück, als Ersatz für Alain Delon an der Seite von Jochen Dauer drei Runden auf der Straßenversion des Dauer-Porsche 962 mitzufahren. Wir haben alle historischen Sieger-Fahrzeuge überholt. Schon das war ein Traum! Bei der Beschleunigung des 962ers hat es mir immer die Videokamera weggerissen, auf den Wellen in den Bremszonen hat es meinen Kopf so durchgeschüttelt, wie der Barkeeper es mit einem Wodka-Martini für 007 tut. Nach so einem Erlebnis weißt du, was die Strecke in Le Mans für ein Tier ist und was die Piloten leisten müssen! Nicht nur die Sieger!“
SANDY COPELAND, Gründer von Amalgam Collection: „Mein Lieblingsauto aus Le Mans ist immer noch der Sieger-Ferrari 250TR von 1958, auch wenn der 499P in meinem Herzen darauf drängt, die Pole-Position einzunehmen! Der 250TR (oben) ist ein Auto aus einer Zeit des einfachen Maschinenbaus, von dem ich ziemlich sicher bin, dass ich es zerlegen und dann wieder zusammenbauen könnte. Für mich sind die 24 Stunden von Le Mans eine Arena, in der mythische Helden mit außergewöhnlichem Können und Mut gegen ihre menschlichen Grenzen und ihre Mitfahrer kämpfen und dabei ,Waffen‘ von höchster Geschwindigkeit, Ausdauer und auch Schönheit einsetzen.“
PAUL G. LANG, Gründer von Minichamps: „Le Mans, die 24 Stunden von 1989, sind ein Meilenstein in meiner Herstellerkarriere. Der Sieg des Sauber-Mercedes C9 mit der 63 von Mass, Reuter & Dickens, war der Startschuss für meine Produktion von Die-Cast-Modellen in 1:43. Ein lang gehegter Traum ging mit der Produktion meines ersten Modells in Erfüllung. Die Profi-Liga der Modellautobranche vor Augen, habe ich dieses Modell seinerzeit in Europa unter dem Label ,MAX Models‘ herausgebracht, das ein Jahr später durch ,Minichamps‘ ersetzt wurde – mit Produktion in China. Von diesem 1:43er und den beiden Schwesterfahrzeugen mit den Startnummern 61 & 62 wurden mehr als 60.000 Stück produziert.“
PETER BRUNNER, Modellauto-Impresario:
„Die 24 Stunden von Le Mans sind für mich die größte und wichtigste Motorsportveranstaltung weltweit, weil dabei Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Durchhaltevermögen und das ,niemals aufgeben‘ entscheidend sind. Neben den Olympischen Spielen, der Fußballweltmeisterschaft und Wimbledon die Sportveranstaltung schlechthin. Der Porsche Carrera 6 oder auch Porsche 906 war mein erstes richtig feines Modellauto, das ich 1967 geschenkt bekommen habe. Beeindruckend waren die roten Strasssteine als Rückleuchten und das Porsche-Logo auf dem Fahrzeugboden. Erst später erfuhr ich, dass mein Lieblingsspielzeug in Le Mans unterwegs war.“
JÖRG THILOW, Porsche Museum: „Das für mich absolut Faszinierende an Le Mans war und ist die unglaubliche Vielfalt an Fahrzeugen mit unterschiedlichsten technischen Konzepten, die sich alle auf der Strecke begegnen und sich 24 Stunden lang einem der anspruchsvollsten sportlichen Wettbewerbe stellen. Mein ganz persönlicher Modellfavorit ist der Carrera RSR 2.1 ,Martini‘ von Autoart.“
HANS-JOACHIM STUCK, zweifacher Le-Mans- Sieger: „Ohne Le Mans wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Das war ein ganz wichtiges Highlight in meiner Karriere und Teil meiner insgesamt drei schönsten Siege. Ein Le-Mans-Sieger ist und bleibt ein Le-Mans-Sieger!“
JOCHEN RINDT, vorletzter Ferrari-Gesamtsieger in Le Mans 1965, um 19 Uhr als Letztplatzierter: „Ich fahr jetzt nur noch Vollgas. Jetzt ist mir alles egal. Entweder das Auto hält, oder es zerfällt eben!“
WALTER RÖHRL, zweifacher Rallye-Weltmeister, zu seinem Einsatz 1981 auf einem Porsche 944: „Es war brütend heiß, und ich wurde mit Jürgen Barth Siebter. Aber: Wir waren eine halbe Minute langsamer als der Sieger im 936. Ich hab mich in dem Rennen deshalb oft gefragt, was ich hier eigentlich mache. Le Mans ging nie wirklich an mich.“
AXEL FISCHER, Norev: „Mein Einstieg in das Le-Mans-Rennen war der Film mit Steve McQueen. Deshalb habe ich mir den Porsche 917 für das Foto geholt, das symbolträchtige Auto aus diesem Film. Später entwickelte sich bei mir immer mehr Interesse am Rennen selbst und vor Ort. Es ist eines der letzten Beispiele für ein ,zeitgenössisches Ritterturnier‘.“
MATTHIAS FRANK, Brekina & PCX87: „Le Mans hatte für meine motorsportliche Prägung große Bedeutung! Mein erstes AMS-Heft (14/70) kaufte ich im Alter von acht Jahren, da ich unbedingt in Bildern sehen musste, wie Porsche die bösen Roten besiegte. ,auto motor und sport‘ hat es mir mit einem grandiosen Bericht über acht Seiten gedankt! Damals stand übrigens der Kauf einer neuen Familienkutsche an, und ich steuerte zur Diskussion einen 63er Porsche Carrera mit 904-Motor aus den Kleinanzeigen in Heft 14/70 bei. Es wurde ein Renault 16, mit dem wir teilweise herrliche Urlaubserlebnisse hatten. Heute muss ich ganz stark sein, wenn ich das alte Heft durchblättere, denn die Porsche-Anzeige sehe ich immer noch. Für 5200 Mark! Ist weniger, als wir damals für den R16 bezahlt haben.“
ULI HAKENJOS, Modellbauvirtuose: „Le Mans bedeutet für mich: 24 Stunden geblockt im Terminkalender, Inspiration und Motivation für Spitzenleistungen und Ausdauer beim Bau von Rennsport-Modellen. Und es ist Ursprung meiner Leidenschaft für den Porsche 917, eine Sucht, die mich nicht loslässt.“