Die Feuertaufe hatte mit Michael Schumacher zu tun. Joachim Schäfer von Brixies: „Als junger Kerl habe ich mich damals für Willi Webers Tochter um die Organisation der Michael-Schumacher-Collection gekümmert. Da kam ein wahrer Tsunami auf uns zu, den wir erst einmal organisieren mussten.“ Heute ist Schäfer Geschäftsführer seiner eigenen Unternehmensgruppe, zu der auch der Klemmbaustein-Hersteller Brixies gehört. Als er die Nanoblocks in Japan kennenlernte, löste das etwas aus. Der Selfmademan: „Aber Bausteine sind High End, verlangen nach einer Top-Produktion. Du brauchst hochwertiges ABS als Material, professionelle Prozesse und eine Fertigungsgenauigkeit von mindestens 0,05 Millimetern.“ All das hat Brixies nun beisammen und vor etwas mehr als zwei Jahren begonnen, Landmaschinen als Themenfeld zu beackern. Heute ist die Marke dort Platzhirsch. Der Traktorenkatalog hat mehr als 160 Seiten. Alle re- nommierten Marken wie Fendt, Claas, MB-Trac, Deutz-Fahr, New Holland oder Massey Ferguson sind auf dem Acker unterwegs.
Schäfer: „Wir sind schnell und haben deshalb den Markt erobert. Von der Idee bis zum fertigen Produkt vergehen bei uns vier Monate. Das ist Schumacher-Tempo. Das schaffen andere nicht.“
Design und Grafik kommen komplett aus Deutschland, produziert wird in China bei Qunlong. Außerdem kann Brixies Modelle individualisieren. Neben Traktoren gib es auch die Elbphilharmonie als Bausatz oder Blumen und Dinosaurier.
Die nächste Schallmauer peilt Schäfer, dessen Team in Daufenbach 41Mitarbeiter hat, ebenfalls an: „2026 werden wir wohl erstmals über eineMillion Bausätze produzieren.“ Einen Trecker würde er gerne noch maTrecker würde er gerne noch maroten von Porsche!