Seit 2000 baut Herpa echte Schwerlastzüge. Aber der erste war gemogelt, ein Jumbo-Auflieger ohne Aufbau, und kam mit Mercedes SK von „Paule Schwertransporte“.
Wenig später folgte ein „Scholpp“-Set mit VW Golf. Das war 1987/88. Richtig los ging es eben erst 2000 mit dem Start der „Goldhofer“-Tieflader. Matthias Wolff von Herpa: „Endlich mal was anderes als Kühlkoffer! Das hat Spaß gemacht, ist heute ein wichtiges Themenfeld für Herpa, und die Miniaturen sind einfach spektakulär!“
Zudem: Die Dietenhofener investierten klug in ein Baukastensystem mit Achsmodulen und Schwanenhals oder Zugstangen zur Auswahl. Wolff: „Ganz so wie beim Original. Unserem Goldhofer-Werkzeugkasten folgte einer von Nooteboom.“ Der Mercedes Actros „Breuer & Wasel“ startete 2005 letztgenanntes Programm. Solche schweren Jungs kosten heute zwischen 49 und 69 Euro. Das Ladegut spielt eine immer wichtigere Rolle. Noch einmal der Experte aus Dietenhofen: „Am Anfang habe ich mir von unserem Formenbau eine Liebherr-Walze als Ladegut-Dummy schnitzen lassen, um einmal abzuschätzen, wie das so in 1:87 aussieht.“
Heute ist das Ladegut Hightech made bei Herpa. Unvergesslich jener Zug, der die „Catwalk“-Yacht mit Hilfe von Schenker in 1:87 in die Halle der „Boote“ in Düsseldorf fährt. Einen Hauch von Weltrettung verströmen die Windräder auf Reise, die ebenfalls zu den Ideen zum Thema Schwerlast-Transporte gehören. Mit der Zeit folgten die passenden Zugmaschinen, und die Auflieger rundete Herpa mit kompakteren Exemplaren nach unten hin ab. Matthias Wolff erinnert sich an eine Anekdote: „Als wir für die Spedition Kübler ein ,Weihnachtsmodell’ für gute Kunden machten, kam Geschäftsführer Heinz Rößler zu uns und stand um 8:45 Uhr zu Abholung bereit. Die Ware war aber noch nicht eingepackt. Da hat er erst mal mitgeholfen, damit wir fertig werden.“ Aber: Das Schwerlastgeschäft lebt nicht von Industrieaufträgen alleine. Noch einmal der Experte aus Franken: „Auch im Fachhandel geht dieses Thema sehr gut und ist eine Bank.“ Fortsetzung folgt!
SAMMELN: 1:87 Artitec baut seine 1:87-Flotte auf Basis des Haubenlasters Ford Model AA weiter aus. Die gelungenste Version ist sicher ein Truck mit fein dargestelltem Stroh als Ladegut (45,20 Euro). Daneben debütierten zum Jahreswechsel noch die Variante „US Mail“ (49,50 Euro), der Pritschenwagen „Muskator“ in Schwarz mit feiner Beschriftung (38,90 Euro) und der Kipper mit rotem Fahrhaus sowie patinierter Pritsche in Silber (44,50 Euro). Einmal mehr beweisen alle Artitec-Neuheiten vor allem in Sachen Dekoration ihr Talent.
SAMMELN: 1:87 Ein hübsches Zweierset nach eidgenössischen Vorbildern brachte Arwico in seiner ACE-Serie zum Jahreswechsel frisch an den Start. Dabei kombinieren die Ettinger den roten Hürlimann Traktor D210 Synchro ganz einfach mit dem genial konstruierten Rapid Spezial samt Anhänger und passender Fahrerfigur. Im Set kosten diese beiden gut gemachten Miniaturen 74,90 Euro. Es gibt aber beide auch solo. Der Hürlimann schlägt dann mit 54,90 Franken, der Hürlimann D210 Synchro mit 25,90 Franken zu Buche.