Ferrari-Modelle – Alfa Model 43 geht fremd!

Andreas A. Berse

 · 12.01.2025

Ferrari-Modelle – Alfa Model 43 geht fremd!Foto: AutoShow.at
Ferrari von Alfa Model 43: Tip0 125 F1
Im Jahr 1995 gründete Giovanni De Stasio sein preiswertes Resine-Label Jolly Model und fertigte nebenbei auch immer unter dem Namen Alfa Model 43 Verkleinerungen. Nun erscheinen unter Alfa Model 43 aber auch Ferrari-Modelle in gekonnter Handarbeits-Ausführung.

Ferrari von Alfa Model 43: Tipo 375
Foto: AutoShow.at

Giovanni De Stasio ist kein Unbekannter in der italienischen Kleinserien-Szene. 1995 gelang ihm ein großer Coup: Er hob das Resine-Label „Jolly Model“ aus der Taufe und etablierte sich damit. Die Miniaturen hatten wenige Bauteile, waren gut lackiert und gehörten damals zu den preiswertesten Resineangeboten in der Baugröße 1:43.

Nebenher fertigte der Mann aus Norditalien aber auch unter AM43, also Alfa Model 43, feine Miniaturen aus dem Kunstharz. Und bisher war dabei der Name Programm. Aber jetzt kommen in der Tat einige Modelle nach Ferrari-Vorbildern zu den interessierten Sammlern.

Das zu kritisieren ist ein bisschen ehrenkäsig. Denn schließlich war Enzo Ferrari, der Gründer der charismatischen Marke aus Maranello, Rennfahrer bei Alfa Romeo und später sogar Teamchef. Wenn auf diesem Wege schöne Modelle zu den Miniatur-Ferraristi kommen, soll es ihnen recht sein.

Den Ferrari 375 aus der Saison 1955 stellt AM43 als Neuauflage in der Version vor, mit der Louis Rosier unter der Startnummer 27 beim Grand Prix in Montlhéry an den Start ging. Ebenfalls als Neuauflage gibt es bei dem Resinelabel die Nummer 42, den Ferrari 125S F1 von Raymond Sommer aus dem Grand Prix in Monaco 1950. Dazu legt Alfa Model 43 noch zwei Ferrari 225 S mit Vignale-Karosserie drauf. Es ist dasselbe Auto, also die Chassis-Nummer 0176ED von 1952. Mit der Startnummer 16 ging Roberto Mieres beim GP Supercortemaggiore an den Start. Eugenio Castelotti fuhr denselben Ferrari mit der 68 beim Grand Prix von Bari. Auch diese beiden 1:43er sind Neuauflagen.

Zudem widmet sich der Hersteller in vier Varianten einem ganz speziellen Ferrari 166 MM Spider 0018M. Antonio Stagnoli ließ sich einen 166er umbauen. Er wollte einen Wagen im „Panoramica“-Design, also einen Rennwagen, der mehr einem Formel-Boliden mit außen frei henden Rädern entsprach. Zagato erfüllte ihm seinen Traum. Und diese ste- Variante bringt Alfa Model 43 nun an den Start. Drei Exemplare davon lenkte Stagnoli höchstselbst. Anno 1951 ging er mit der 60 bei der Targa Florio an den Start, mit der Nummer 105 beim Coppa d´Oro delle Dolomiti und schließlich noch beim Grand Prix von Monza mit der 34. Derselbe Rennwagen fuhr mit Yvonne Simon hinter dem Lenkrad und der 44 auf der Karosserie 1953 noch einmal beim Grand Prix in Monza.

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Die Resine-1:43er sind filigran gebaut, und Alfa Model 43 hat in Sachen Perfektion in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Das zeigen auch die hier abgelichteten Novitäten.

Die Handarbeitsmodelle sind zudem interessant limitiert. Von jeder Version entstehen meistens nur 25 Stück. Das macht sie für Sammler attraktiv. Die hier abgelichteten Muster hat uns AutoShow.at zur Verfügung gestellt.

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