Andreas A. Berse
· 19.07.2024
Die offene Ikone des Ferrari 250 California Spyder gab ihr Debüt 1957 und wurde zum Hollywood-Star. Alain Delon, James Coburn, Roger Vadim – alle wollten einen California Spyder. Zunächst baute Maranello 49 Exemplare mit von Pininfarina gezeichneter und bei Scaglietti gebauter Karosserie mit langem Radstand von 2600 Millimetern sowie Türen und Hauben aus Alu. Von 1960 bis 1962 folgten 55 SWB-Exemplare mit um 20 Zentimeter kürzerem Radstand. Solche Zweisitzer kosten heute unter Freunden über zehn Millionen Euro.
Sechs dieser Raritäten fertigt Tecnomodel in 1:18 aus Resine nach, zum Preis von je 259 Euro, in handwerklich gekonnter Verarbeitung. Folgende Versionen sind geplant:
Besonders interessant: Die letztgenannte, weiße Version mit unverkleideten Seitenkiemen erinnert daran, dass der sündhaft teure Spyder auch Rennwagentalente besaß. Schließlich hatten die SWB mit kurzem Radstand 280-PS-Motoren unter der Haube. Ins Ziel kamen Bill Sturgis und Jo Schlesser mit ihrer weißen Startnummer 20 wegen eines Motorschadens aber nicht. Der gelungene Tecnomodel-Spyder steht dafür in Sachen Proportionen und Verarbeitung unbestreitbar auf der Pole-Position.