Andreas A. Berse
· 21.03.2024
Enzo konnte nach dem Krieg durchatmen. Die Ketten des Alfa-Vertrags waren gesprengt, und ein weißes Blatt Papier wartete auf Ferraris wegweisende Ideen für das erste Auto, das seinen Namen tragen sollte. Packard inspirierte den Mann aus Maranello zu der Herausforderung, einen V12 in die Nase zu packen. Das sollte die Kunden magisch anziehen. Der Wagen hieß 125, was dem Hubraum eines Zylinders dieses Motors entsprach. Auch diese Art der Namensgebung behielt Ferrari lange bei. Der erste Maranello-Renner schöpfte aus den 1,5 Litern Hubraum noch bescheidene 118 PS. Das Auto hatte anfangs Gioacchino Colombo entwickelt und war dann von Giuseppe Busso vollendet worden. Die Legende begann mit der Chassis-Nummer 01C. Der Wagen erhielt den Spitznamen “Piacenza Roadster“.
Tecnomodel aus Opera baut jetzt gleich folgende vier verschiedene Versionen dieses Wagens aus Resine, der heute fast winzig wirkt:
Die kleinen Wagen sind originalgetreu in dunklem Rot lackiert und tragen vorne wie hinten schmale Kotflügel über den Reifen. Hinten gibt es zwei Auspuffrohre und freistehende Blattfederpakete. Der rechteckige, verchromte Grill wirkt bei der 1:18-Miniatur sehr filigran. Der zentrale Drehzahlmesser von Jaeger hat eine schwarz unterlegte Skala, die kleineren Rundinstrumente tragen ebenfalls fein gezeichnete Zifferblätter.
Die Limitierungen für die Varianten liegen immer unter 100 pro Version. Der Verkaufspreis in Deutschland bleibt bei 239 Euro stabil. Die schalenförmigen Sitze tragen dunkles Braun. Sehr filigran wirkt neben den Speichenrädern auch die Fassung der winzigen Windschutzscheibe vor dem Fahrer. Diese Stunde null von Ferrari für die Vitrine wird dem Mythos der Marke auf jeden Fall gerecht.