Der Doppel-Vierer’32 Alfa Romeo P3 von Tecnomodel in 1:18

Andreas A. Berse

 · 16.03.2022

Der Doppel-Vierer: ’32 Alfa Romeo P3 von Tecnomodel in 1:18

Der Doppel-Vierzylinder des P3 machte Tazio Nuvolari 1932 zum Weltmeister. Höchste Zeit für einen 1:18-Alfa von Tecnomodel.

Bevor die Silberpfeile die Weltmeisterschaft unter sich aufteilten, fuhr ein roter Alfa-Romeo-Monoposto der viel leistungsstärkeren Konkurrenz um die Ohren. Der clever konstruierte Alfa Romeo P3 machte Tazio Nuvolari 1932 zum Weltmeister und war auch technisch ganz besonders interessant. Der P3 hatte einen doppelten Vierzylinder in Reihe mit 2654 Kubikzentimetern Hubraum und anfangs 215 PS – dank zweier koaxialer volumetrischer Kompressoren. Der Wagen besaß im Heck zwei V-förmig angeordnete Halbachsen, die ihr Drehmoment mit Kegelzahnrädern an die Hinterachse übertrugen.

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Foto: Werk

Diese vom Konstrukteur Vittorio Jano erdachte Lösung senkte den Schwerpunkt des Rennwagens entscheidend ab. Auf dem P3 fuhren weltberühmte Rennfahrer wie Rudolf Caracciola, Tazio Nuvolari, Louis Chiron und Mario Tadini – alles Helden der frühen Dreißiger. Von dem verrückten Motor ist beim 1:18-Modell von Tecnomodel zwar nichts zu sehen, da die Haube darüber geschlossen bleibt, aber den schmalen und knochigen P3-Alfa haben die Italiener von den Proportionen her jedenfalls gut getroffen. Und der Kompressor lugt aus der Motorhaube heraus. Auch Chassis und Achsen des Resinemodells in 1:18 kommen erstaunlich filigran daher. Folgende Varianten des Alfa Romeo P3 aus der Saison 1932 sind geplant:

  • P3 Tipo B, Sieger GP Deutschland 1932, Rudolf Caracciola, Nummer 2
  • P3 Tipo B, Sieger GP Italien 1932, Rudolf Caracciola, Nummer 6
  • P3 Tipo B, GP Italien 1932, Tazio Nuvolari, Nummer 24
  • P3 Tipo B, Sieger GP Frankreich 1932, Tazio Nuvolari, Nummer 12

Alle Siegertypen von Tecnomodel sind auf jeweils 100 Stück weltweit limitiert und kosten 239 Euro im Fachhandel. Extraklasse sind an dem schlanken Modell im Bburagomaßstab auch die extrem feingliedrigen und in Rot eingefärbten Speichenräder. Das Cockpit vor dem braunen Ledersitz zeigt ebenfalls alle Finessen des Originals. Ab 1934 übernahm dann übrigens die Scuderia Ferrari die Renneinsätze des P3-Boliden.