Das hohe CMCCMC feiert 25. Geburtstag

Unbekannt

 · 30.06.2021

Das hohe CMC: CMC feiert 25. Geburtstag

CMC wird am 16. Juni 25 Jahre jung und hat die Modellautowelt verändert wie kaum ein Hersteller.

Bartoletti im China-Hafen
Foto: Markus Bolsinger, (3), Werk (1)

Es war im Jahr 1995 im Modell-Car-Center in Stuttgart. Herbert Nickerl zeigte mir seinen schwarzen Trossi-Mercedes, noch in 1:24, und wollte mein Urteil dazu hören. Viele Tassen Kaffee später, es war schon Abend, ging ein lebendiges Gespräch zu Ende, das sich um Modellautos drehte, wie sie die Sammlerwelt noch nicht gesehen hatte. O-Ton Herbert Nickerl: „Ich will sehr detaillierte Modelle bauen, die handwerklich so aufwendig sind wie ein Chronograf.” Mittlerweile fertigt CMC vorwiegend in 1:18 und genießt einen Ruf, der auch bei den härtesten Konkurrenten untadelig ist. Am 16. Juni 2020 wird die Firma, die aktuell in Fellbach ihr Hauptquartier aufgeschlagen hat, 25 Jahre jung und hat im besten Sinne tiefe Reifenspuren in der Modellauto-Landschaft hinterlassen. Schon seit Jahren lenkt Nickerls Gattin Shuxiao Jia die Geschicke der Weltmarke mit und versucht, sie bis heute im Sinne von Herbert Nickerl fortzuschreiben. Es gibt unzählige Meilensteine auf diesem Langstreckenrennen.

Den Ferrari Sharknose und den Bartoletti-Renntransporter konnte MODELL FAHRZEUG in China fotografieren, Ersteren auf der chinesischen Mauer in der Nähe von Peking. In diesem Jahr gewinnt ein anderes Projekt mehr und mehr an Gestalt, das der Besteigung eines 8000ers im Modellautobusiness gleicht: der 600er von Mercedes-Benz, als Limousine in 1:18 schon Realität, als Landaulett auf dem Weg zur Zielgeraden. Die im Fond wahlweise offene Staatskarosse zeigt, wie extrem CMC denkt. Bisher ist es noch keinem Modellautohersteller gelungen, in 1:18 ein voll funktionstüchtiges Stoffverdeck zu konstruieren, das in geschlossenem Zustand perfekt dem Original entspricht. Denn dafür muss der Stoff fest gespannt sein, um in Form zu kommen. CMC feilt beim Landaulett an der Lösung für diese neue Herausforderung. Genauso wäre auch Herbert Nickerl an die Sache herangegangen, der leider 2004 viel zu früh gestorben ist. Bleibt so einzigartig! Das ist die Herausforderung für die Zukunft.