Jörg Walz
· 11.09.2023
Erschaffen hat den Comic-Rennfahrer Michel Vaillant der belgische Künstler Jean Graton. Dabei war die faszinierende Mischung aus Fiktion und Realität der Schlüssel zum Erfolg. Eine Reihe von Rennfahrern — wie Alain Prost und Tom Kristensen — fühlten sich von den Abenteuern des Comic-Stars inspiriert. Bis heute sind mehr als 80 Comic-Alben entstanden, mit einer weltweiten Auflage von mehr als 20 Millionen. Der Name des Rennfahrers ist eine Hommage an Carl Benz: Dessen Geburtsname lautete Carl Friedrich Michael Vaillant Benz. Längst wird die Reihe von Jeans Sohn Philippe fortgeführt. Le Mans bleibt eine attraktive Kulisse für die Handlung des Racers. Mitunter wird die comichafte Fiktion auch Realität. So gibt es eine Modellautoserie (von Altaya) mit Vaillante-Rennern in 1:43. Auch in1:1 spielen Michel Vaillant und Vaillante immer wieder eine Rolle: Zum Sechzigsten der Comic-Reihe brachte das Rebellion-Team 2017 zwei LMP2-Rennwagen (Oreca 07 Gibson) in den Farben des Vaillante-Rennstalls an den Start. Die Fahrerbesetzung klingt sensationell: Prost, Senna und Piquet — als Teamkollegen ein einmaliges Drivers-Line-up; wenngleich es sich dabei nicht um Alain, Ayrton und Nelson handelt, sondern um Nicolas, Bruno und Nelson jr., Familienmitglieder der nächsten Generation. Den Vaillante-Rebellion hat Spark in 1:43 gebaut. Das Auto ist übrigens in der Boxengasse von Le Mans fotografiert.