Champ als Teamchef’71/’72 Surtees TS9 von Tecnomodel in 1:18

Andreas A. Berse

 · 20.11.2022

Champ als Teamchef: ’71/’72 Surtees TS9 von Tecnomodel in 1:18Foto: Blackys Studio

Der Motorrad- und F1-Weltmeister John Surtees baute eigene Rennwagen. Den TS9 aus der Formel 1 bringt Tecnomodel als 1:18er.

Tecnomodel aus dem italienischen Opera baut vier verschiedene Versionen des Monoposto von F1-Champion John Surtees
Foto: Blackys Studio

Nur er schaffte dieses Triple: John Surtees aus Tatsfield holte sieben Titel als Motorrad-Weltmeister, gewann 1964 mit Ferrari die Fahrerweltmeisterschaft in der Formel 1 und gründete in den Sechzigern sein eigenes Rennteam mit dem Namen TS Research and Development Limited für Fahrzeuge der F1, F2 sowie Formel 5000. Sein Surtees TS9 fuhr von 1971 bis 1973 in der Königsklasse, teilweise mit dem Chef hinter dem Volant, aber auch mit den Fahrern Rolf Stommelen, Derek Bell, Tim Schenken, Andrea de Adamich, Sam Posey und Mike Hailwood. Der Wagen holte keine Siege, aber Hailwood landete 1972 in Italien auf Rang zwei. Teilweise waren bis zu vier TS9 am Start. Tecnomodel widmet sich diesem ungewöhnlichen Formel-1-Auto nun mit vier Varianten in Resine und der Baugröße 1:18, die alle aus der Saison 1971 und 1972 stammen.

Verlagssonderveröffentlichung

Geplant sind bei den Italienern:

  • ’71 Surtees TS9 GP Großbritannien, Nr. 24, Rolf Stommelen, Platz fünf
  • ’71 Surtees TS9, GP USA, Nr. 19, Sam Posey, ausgefallen mit Motorschaden
  • ’72 Surtees TS9B, GP Argentinien, Nr. 20, Andrea de Adamich, ausgefallen wegen Defekts in der Kraftstoffzufuhr
  • ’72 TS9B, GP Argentinien 1972, Nr. 19, Tim Schenken, Platz fünf

Ja, auf den ersten Blick mag dieser Surtees TS9 ein Exot sein, und besonders erfolgreich war der Monoposto ebenfalls nicht. Das hindert Tecnomodel aber nicht daran, ihn aus Resine und mit tollen Finessen in 1:18 nachzubauen. Und: Die Firma aus Opera zeichnet die Differenzen zwischen TS9 und TS9B im Bereich des Frontflügels und der Motoransaughutze detailliert nach. Auch die zweifarbigen Dekorationen der Außenhaut sind bei den Handmustern extrem aufwendig umgesetzt und vorbildgerecht aufgebracht. Das Cockpit ist ein Musterbeispiel an Filigranität. Dafür zahlen die Fans dann auch Verkaufspreise von um die 230 Euro, denn die Flitzer sind knapp limitiert, voraussichtlich zwischen 100 und 120 Stück.