BMW Dixi, Isetta und Z3 von Minichamps in 1:18 – Mir san mir

Andreas A. Berse

 · 06.07.2026

Premiummarken haben Meilensteine. Die Isetta, der Dixi 3/15 und der Z-Roadster (von vorne) gehören bei BMW dazu.
Foto: Markus Bolsinger, Location BMW Museum
Die BMW Dixi, Isetta und Z3 zeigen, dass die Münchner immer schon als „Global Player“ unterwegs waren – nun auch als 1:18er, fotografiert im BMW-Museum.

Schon das erste Automobil von BMW hat eine interessante Ge-schichte. Flugzeuge durfte die Marke nicht mehr bauen, aber Motorräder versprachen gute Geschäfte. Deshalb übernahm BMW 1928 das Dixi-Werk im thüringischen Eisenach. Dort wiederum baute man bereits in Lizenz den Austin Seven, einen cleveren, britisch-charmanten Kleinwagen. BMW machte daraus seinen 3/15, sein erstes Auto, und schenkte ihm ab 1930 permanent Verbesserung – für noch mehr Freude am Fahren.

Mitte der Fünfziger brauchte die Marke, mittlerweile auch renommierter Automobilhersteller, einen Verkaufsschlager, ein Volumenmodell neben der stattlichen Limousine 501. Da kam Renzo Rivolta ins Spiel. Der italienische Kälteanlagen-Hersteller hatte bei Iso einen Kleinwagen im Programm, dessen Fronteinstieg an eine Kühlschranktür erinnerte. BMW verfeinerte die Idee in Lizenz mit einem seiner bewährten 250-Kubik-Motoren aus den Zweirädern und würzte das Vehikel auch sonst mit Feinschliff nach. Von 1955 bis 1962 verkauften die Münchner von der Isetta die damals riesige und vor allem überlebenswichtige Stückzahl von 161.728 „Motocoupés“, die im Volksmund auch „Knutschkugel“ und „Schlaglochsuchgerät“ hießen.

Kommen wir zum Z3 Roadster, dem dritten der „Zukunfts“-Autos von BMW mit dem Z im Namen. Er war das zweite Auto der weiß-blauen Marke, das bei der BMW Manufacturing Company LLC in Greer in South Carolina von den Bändern lief. Vom hier als Minichamps-Modell gezeigten Roadster bauten die Amis zwischen 1995 und 2002 rund 173.000 Stück, vom Coupé immerhin noch einmal knapp 18.000 Exemplare. Alle drei – Dixi, Isetta und Z3 Roadster – sind Ikonen, die jedem Autofan ein breites Lächeln ins Gesicht zaubern. Fotografiert haben wir die Miniaturen im BMW-Museum in München, wo sonst?

Bei den 1:18-Sammlern wird Freude aufkommen. Denn der BMW Dixi (119,95 Euro), die BMW Isetta (129,95 Euro) und der BMW Z3 Roadster (119,95 Euro) starten pünktlich zum Sommer im Handel. BMW selber setzt bei der Isetta noch einen drauf: Sie ist im Shop als Sonderversion mit einem Wohnwagen in weißblauer Zweifarbenlackierung im Programm (179 Euro). Eine Mordsgaudi!

Alle Miniaturen fertigen die Aachener aus Zinkdruckguss. Der Z3 und der BMW Dixi haben geschlossene Karosserien. Bei der Isetta lässt sich die Fronttür öffnen, und originalgetreu schwenkt die Lenksäule mit. Außerdem gibt es eine verchromte Gepäckbrücke im Heck, und dafür liegt ein passender Koffer bei. Der dunkelrote Dixi auf unseren Fotos überrascht zunächst einmal mit seinen fast zwergenhaften Abmessungen, die präzise nachgezeichnet sind. Filigrane Anbauteile wie die Frontscheinwerfer, die Rückleuchten samt Kennzeichenhalterung und der winzige Rückspiegel unterstreichen die Detailverliebtheit bei der Gestaltung der Finessen dieses Klassikers.

Der hellrote BMW Z3 Roadster rollt auf Leichtmetallfelgen und fährt mit Interieur sowie Sitzen in Schwarz aus der Box. Die geschlossene Karosserie ist umfangreich dekoriert und wohlproportioniert verkleinert. Im Interieur zeigt sich Minichamps wieder einmal als wahrer Meister beim Aufbrezeln einer Inneneinrichtung. Die Vorderräder sind bei allen drei BMW-Ikonen en miniature beweglich. Das Trio gewinnt der Marke mit dem Propeller ganz neue Aspekte eines „Global Players“ ab – nun auch in der Vitrine!


modell-fahrzeuge/bmw-m3-touring-3er-gruppe-titel-3_df3b6f2314f41b7767e0151405d17446Foto: Markus Bolsinger, Location BMW Museum

M3-Touring-Trio

Auch der aktuelle 1:18-Fuhrpark in Sachen BMW wächst bei Minichamps aus Aachen, und zwar mit drei neuen Farben des M3 Touring. Die Die-Cast-Modelle im „All-open-Trimm“ erscheinen wohl im Juni und kosten jeweils 209,95 Euro. Machart: premium pur, was sonst?

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