Auf dem GipfelBrabus 800 Adventure von Almost Real in 1:18

Andreas A. Berse

 · 06.05.2022

Auf dem Gipfel: Brabus 800 Adventure von Almost Real in 1:18Foto: C. Hoffmann

Wie sich das Thema G-Klasse auf den Gipfel treiben lässt, zeigt der Brabus 800 Adventure – bald auch in 1:18 von Almost Real.

Türen und Heckklappe mit originalgetreuen Mini-Scharnieren und der Klavierlack setzen ebenso Benchmarks wie die Motordetails und das Luxusinterieur
Foto: C. Hoffmann

Sagen wir es mal so: Ein Merce des-AMG G 63 ist schon deutlich mehr als das Basislager in Sachen Luxus-Offroader. Aber der Brabus 800 Adventure XLP, der auf diese technische Struktur aufbaut, markiert dann wirklich den ultimativen Gipfel. Die 800 im Namen steht für die Leistung in PS und nicht etwa für den Grund preis in Euro-Tausendern. Denn in Sparversion kostet dieses etwas andere Auto ja nur 793.000 Euro. So wird allerdings kaum einer die Edel schmiede Brabus verlassen.

Das Auto selbst ist vom Layout her ein G-Modell als Pick-up mit vier Türen und verlängertem Radstand, das wegen der verbauten Portalachsen und satten 1000 Newtonmetern Drehmoment so ziemlich jede Kletteraufgabe bewältigen kann. Aus schließlich aus Sicherheitsgründen darf der 800er nur 210 Stundenkilometer fahren. Zum Trost: Es gibt aber eine Drohne an Bord, die ausgeklinkt 240 km/h Spitze schafft.

Spitze ist auch ein gutes Stichwort für das 1:18-Modell, das Almost Real bald in den Fachhandel liefern wird – in Deutschland über Minichamps aus Aachen. Es ist genauso ein Topprodukt wie das Original. Gut, vier bewegliche Türen, eine zu öffnende Motorhaube und Laderaumtür samt lenkbaren Vorderrädern gibt es auch woanders. Aber die Finessen sind es. Zum Beispiel der pianoähnliche Lack mit seinem tiefschwarzen Glanz à la Carl Bechstein. Zum Beispiel die unglaublichen Spaltmaße im Bereich der beweglichen Teile oder die cognacbraune Inneneinrichtung mit den präzise nachgeahmten Diagonalnähten auf den textilähnlichen Sitzen, dem hinter einer transparenten Verkleidung versteckten, riesigen Anzeigendisplay und den fein verschraubten Türscharnieren. Überall ist tadellos schimmerndes Karbon zu entdecken, und die Tür zum Laderaum schwenkt, gebremst durch einen Teleskopstoßdämpfer, nach links auf. Nicht zu vergessen: das schwarze Riffelblech auf dem Dach.

Wäre er nicht so fürchterlich eckig, könnte man die künstlerische Gestaltung dieses 1:18ers auch mit einem Fabergé-Ei vergleichen. Der Verkaufspreis ist von solch einem Kleinod auch nicht so weit entfernt. Almost Real stellt für seinen Brabus 800 exakt 399,95 Euro in Rechnung.