’74 Porsche 911 RSR Turbo LM von CMR in 1:12 - Zwei Martini, bitte!

Andreas A. Berse

 · 21.01.2023

’74 Porsche 911 RSR Turbo LM von CMR in 1:12 - Zwei Martini, bitte!Foto: W erk
Beim „Martini“Debüt in Le Mans stürmte der 911 RSR auf Platz zwei vor. Die Nummern 21 und 22 aus dem Rennen von 1974 bringt CMR in 1:12.

Mit zwei 911ern im „Martini“-Look läutete Porsche 1974 die Turbo-Ära in Le Mans ein. CMR stellt dazu ein Duo in 1:12 auf die Piste.

Foto: W erk

Mit der zweiten Luft des Turbos wollte Porsche in der Saison 1974 die in der WM startenden Prototypen das Fürchten lehren. Der erste Turbo aus Zuffenhausen trat bei den Sportwagen an, und zwei dieser speziellen „Martini“-Elfer gingen bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start. Eine Turbo-Premiere! Auch wenn der Wagen die Silhouette des „normalen“ 911 zeigte, war das eigentlich eine Täuschung. Der Überrollkäfig aus Aluminium sowie die Türen und Karosserieteile aus Kunststoff senkten das Kampfgewicht auf nur 750 Kilogramm. Der 2,1 Liter kleine Boxer wuchtete 500 PS an die Hinterachse. Null auf 100 km/h: 3,2 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit: 300 Stundenkilometer.

Während die Startnummer 21 von Helmut Koinigg und Manfred Schurti nach 87 Runden mit Pleuelschaden an der Sarthe aufgeben musste, landete die Nummer 22 von Gijs van Lennep und Herbert Müller hinter dem Matra-Simca MS670C von Henri Pescarolo auf Rang zwei. Was eigentlich als Testlauf für die Produktionswagen-WM 1975 gedacht war, hätte fast einen Le-Mans-Sieg gebracht. Das neue Antriebskonzept hatte damit seine Konkurrenzfähigkeit eindrucksvoll bewiesen. Bereits im Jahr 1974 präsentierte Porsche mit dem 911 namens 930 Turbo den damals schnellsten Sportwagen für die Straße.

Die beiden Le-Mans-Debütanten aus demselben Jahr baut CMR jetzt in Resine als riesige 1:12-Miniaturen mit geschlossener Karosserie nach. Das Duo ist bereits zum Preis von 219 Euro ausgeliefert. Im „Martini“-Look bringt das gemeinsame Label von CK-Modelcars und Modelissimo außerdem noch die Lennep-Müller-Coupés aus derselben Saison von den 1000 km Brands Hatch (Nummer 5), 1000 km Spa (14T), den 750 km Nürburgring (Nummer 8) und den Sechs Stunden Watkins Glen (Nummer 9) heraus. Sie kommen voraussichtlich bis Anfang 2023. Das Starterfeld komplettiert außerdem der Carrera RSR „00“ Danny Ongais/George Follmer/Ted Field, der 1977 bei den 24 Stunden Daytona wegen Pleuelschadens nicht ins Ziel kam. Die Dekors sind in jedem Fall klasse, Heckflügel und Anbauteile originalgetreu dimensioniert und gut verarbeitet. Auch die Inneneinrichtung der Martini-Boliden geht tief in die Details. Da wird der Sammler gerührt sein und nicht geschüttelt.