Andreas A. Berse
· 23.03.2026
Der Ferrari 312B3 von 1973 war eine Gurke. 1974 wurde er zum Siegerfahrzeug umgebaut. Trotzdem widmet sich Tecnomodel dem ersten Monocoque-Renner von Ferrari in 1:18, der ein Loser war. Aus der Saison 1973 erscheint die Startnummer 3 von Jacky Ickx aus dem Grand Prix von Italien, der auf Platz acht einlief. Co-Driver Arturo Merzario kommt dreimal zum Zuge: Seine Startnummer 4 debütiert in der Version aus Österreich (siebter Platz), Kanada (Platz 15) und Watkins Glen (Platz 16) in den USA. Während der Ösi-Renner im normalen Trimm daherkommt, hat der Monoposto aus den Staaten keinen Frontflügel mehr, den Merzario im Rennen verlor. Das passierte ihm auch in Kanada, und die Scuderia befestigte stattdessen ein quadratisches, weißes Schild auf dem Gitterrohrrahmen mit seiner Startnummer 4.
Arturo Merzario, der Mann mit dem Cowboyhut, fuhr keinen einzigen F1-Sieg ein, ist aber trotzdem ein ewiger Held dieser Grand-Prix-Serie. Denn zusammen mit Harald Ertl zog er 1976 Niki Lauda nach seinem Feuerunfall auf dem Nürburgring aus seinem havarierten Ferrari und rettete dem bewusstlosen und schwer verletzten Österreicher damit vielleicht das Leben. Deshalb zeigen wir hier auch die 1:18-Versionen von 1973 mit den passenden Fahrerfiguren. Sie kosten rund 280 Euro und sind sehr filigran nachgezeichnet. Echte kleine Meisterwerke mit einem Feuerhelden an Bord.