‘65 Ferrari 250 LM von Martisan in 1:18 – Kampfansage

Andreas A. Berse

 · 19.01.2026

Eine Martisan-Besonderheit bringt auch der Le-Mans-Sieger mit: Die Karosserie besteht aus dünnstem Kupferblech
Foto: Martisan, Ferrari S.p. A.
Eine Marke will auf die Poleposition. Das zweite 1:18-Modell macht diesen Anspruch jetzt in einem allerersten Vorserienmuster begreifbar: Martisans Ferrari 250 LM von 1965.

Die Bühne war bewusst gewählt: In Hangzhou, auf der China International Model Expo 2025, zeigte Martisan – ebenso junge wie ambitionierte Modellauto-Marke aus Asien – ein erstes dekoriertes Handmuster des Ferrari 250 LM in 1:18 mit der Startnummer 21, also im Outfit von 1965 als damals überraschender Le-Mans-Sieger von Jochen Rindt und Masten Gregory.

Die Rahmendaten haben Blockbuster-Charakter: Die wohlproportionierte Karosserie ist aus dünnstem Kupfer gefertigt, der Hersteller verkündet, dass sein zweites Maranello-Projekt nach dem 250 GTO wohl aus knapp 3000 Teilen bestehen dürfte. Es soll auch wieder Chassis solo geben, wie beim Erstling. Neben dem Le-Mans-Sieger baut Martisan auch das Pressefahrzeug, den sogenannten Prova, in Rot ohne Startnummer.

Die Fotos zeigen auf jeden Fall schon einmal – vor allem im Bereich des Motorraums und der Technik unter der Nase sowie im spartanischen Renncockpit – ein extrem komplexes Modell. Alles andere bedarf später persönlicher Betrachtung. Die Preise sollen in Deutschland auf jeden Fall jenseits von 2000 Euro liegen. Beide Versionen sind auf 399 Stück weltweit limitiert. Liefertermin? Es wird ein Fotofinish mit dem Jahreswechsel.

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