‘54 Mercedes W 196 R Sieger GP Reims von Minichamps in 1:43 – Er war ERSTER!

Andreas A. Berse

 · 24.11.2024

‘54 Mercedes W 196 R Sieger GP Reims von Minichamps in 1:43 – Er war ERSTER!
Fotos: C. Hoffmann, Archiv Mercedes-Benz
Woran erkennst du einen erfolgreichen Silberpfeil-Sammler? Er hat ganz bestimmt dieses 1:43-Modell mit der Startnummer 18.
Fotos: C. Hoffmann, Archiv Mercedes-Benz

V iele Siege sind irgendwie Legende, aber dieser ist der wichtigste. 4. Juli 1954: Als die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das Wunder von Bern besiegelte, Weltmeister wurde und Helmut Rahn nicht nur schoss, sondern auch einnetzte, fuhren in Reims-Gueux waghalsige Piloten auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke mit Steilkurven den Großen Preis von Frankreich aus. Das Mercedes-Team um Alfred Neubauer reiste mit den stromlinienverkleideten Silberpfeilen Typ W 196 R in die Champagne an. Die hatten einen 2,5 Liter großen Reihenachtzylinder mit wuchtigen 256 PS, der gut war für über 200 km/h. Aber: Das Hammerauto schluckte mehr als 35 Liter. Deshalb schickte Stuttgart Zusatztanks nach Frankreich, und der „Spiegel“ hob ein legendäres Neubauer-Zitat auf die Titelseite: „Wer tankt, verliert.“ Juan Manuel Fangio markierte mit der Startnummer 18 den ersten und damit historischen Nachkriegssieg der Silberpfeile in der Formel 1, und Karl Kling folgte nur einen Wimpernschlag dahinter mit der Startnummer 20.

„Das Auto war gut, ich musste nur lenken.“

Jetzt kommen wir zur entscheidenden Frage für jeden 1:43Sammler: Haben Sie die Katalognummer 432 543018 von Minichamps in Ihrem Regal stehen? Denn das ist jener Fangio-Flitzer von damals, den die Aachener im März 2009 in einer Gesamtauflage von nur 1006 Stück auf den Markt brachten. Wetten, dass auf dieses Modellauto noch in diesem Jahr ein Run starten wird? Und wir sind a bisserl schuld daran!

Der Größte?

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Foto: C. Hoffmann, Archiv Mercedes-Benz

Sicher: Andere haben längst mehr Rennen und Formel-1-Titel gewonnen. Aber über ihn, Juan Manuel Fangio, seinen härtesten Konkurrenten, sagte Stirling Moss: „Er hat so viele wunderbare Charaktereigenschaften – die man selbst gerne hätte, aber eben nicht hat –, dass es fast wehtut!“ Das adelt den in Argentinien geborenen Piloten fast mehr als 24 Siege bei 51 GP-Starts und fünf Weltmeisterschaften in der Formel 1 mit Wagen von Alfa Romeo, Maserati, Mercedes-Benz und Ferrari. Den ersten Sieg für die Silberpfeile fuhr er 1954 auf einem W 196 R in Reims-Gueux ein. Und dort beendete „El Chueco“ (der Krummbeinige) auch seine Fahrerkarriere als Pilot der Scuderia Sud Americana. 1961 machte er dann erst einmal seinen Führerschein! Eine lebensgroße Fangio-Figur steht bis heute vor dem Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart.

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