Andreas A. Berse
· 23.08.2023
Ich habe fertig! Dieser Spruch gilt noch nicht ganz. Aber: Das Projekt des Mercedes-Benz L 3500 von Schuco in 1:18 ist auf einem sehr guten Weg. Denn wenn solch eine 1:18-Neuheit zur Kontrolle als dekoriertes Vorserienmuster auf dem Schreibtisch der Modellautoentwickler parkt, dann ist zumindest der Großteil des Formenbaus erfolgreich vollendet. Und der ging in Bangladesch über die Bühne.
Das passende Muster ist nun in der Werkstraße 1 in Fürth angekommen. MODELL FAHRZEUG konnte den verkleinerten Laster kurz entführen und im Frankenland bei einem Shooting ins rechte Licht rücken. Unser Fotomuster war im Bereich der Kabine, der Kotflügel und der Pritsche in Resedagrün lackiert und kam mit grauer Pritsche zu den Schuco-Entwicklern. Das Fahrwerk und die Felgen waren hingegen in Rot eingefärbt.
Das Lastenheft erinnert nicht zufällig an Solido. Bedeutet: Die Vorderräder sind lenkbar, und die beiden Kabinentüren lassen sich öffnen. Auch die hintere Pritschenwand lässt sich herunterklappen. Sofort ins Auge stechen der gelungene Faltenwurf und die originalgetreu dargestellte Verzurrung der Plane. Die Spiegel bekommen zum Serienstart Arme in Wagenfarbe und die runden Katzenaugen noch schwarze Umrahmungen, der Grill eine feinere Riffelung. An der Front fallen die zahlreichen feinen Anbauteile auf, etwa der Mercedes-Stern auf dem Kühler, die beiden Peilstäbe mit ihren cremeweißen Endkugeln und die Trittbretter unterhalb der Kabinentüren. In der vorderen Stoßstange gibt es eine Kupplung zum Rangieren. Auch die Türscharniere sind relativ schlank gebaut. Die Kabine zieren ein großes, aber spindeldünnes Vierspeichenlenkrad, die originalgetreuen Instrumente, der Handbremshebel links und der lange Schalthebel. Die Sitzbank trägt Creme. Das Chassis zeigt die beiden Starrachsen mit Querblattfedern, den Tank, die zweigeteilte Kardanwelle und den modularen Leiterrahmen. Die Motorhaube bleibt geschlossen. Der Preis liegt bei 149 Euro. Schuco peilt den Herbst 2023 als Liefertermin an.