300 SL Roadster und Carrera RS 2.7 von Minichamps in 1:18 - Offene Rechnung

Andreas A. Berse

 · 10.05.2023

300 SL Roadster und Carrera RS 2.7 von Minichamps in 1:18 - Offene RechnungFoto: Blacky Schwarz

Minichamps geht „all open“ und „all in“: Der klassische Mercedes 300 SL Roadster und der Porsche Bürzel-Carrera RS 2.7 in 1:18 sind ein gutes Blatt.

Nicht nur mit dem maßgeschneiderten Kofferset hebt sich der 300 SL Roadster von Minichamps in Sachen Finessen in 1:18 ab
Foto: Blacky Schwarz

All open heißt die Strategie für das Jahr 2023 und den Maßstab 1:18 bei Minichamps. Bedeutet: Bewegliche Türen und Hauben sind wieder „all in“. Im Zuge dieses Mottos erleben zwei Schwaben ihren zweiten Frühling, die in den Fünfzigern und Siebzigern das Thema Sportwagen in der deutschen Automobilindustrie wieder neu anfachten: der Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198 II) und der erste Elfer mit Heckspoiler, der Carrera RS 2.7 von Porsche.

Luxusliner gab es bei Mercedes nach dem Krieg sofort wieder zu kaufen, aber 1954 kam ein Sportwagen Minichamps mag es schwäbisch: Mit dem klassischen Mercedes 300 SL Roadster und dem pfeilschnellen Porsche Carrera RS 2.7 kommen 1:18-Ikonen mit Flügeltüren auf den Markt, der fast wie ein Silberpfeil-Rennwagen aussah: der 300 SL. Ab 1957 gab es ihn als Roadster, und genau den bringt Minichamps in einer schrillen Farbkombination aus Uraniumgelb mit schwarzen Sitzen und einem Hardtop in Schwarz wie auf unseren Bildern und in Schwarz mit dunkelrotem Interieur. Der offene SL kommt zusätzlich noch in Silber und Dunkelrot. Türen und Hauben sind beweglich, die Vorderräder lenkbar. Besonderheit: Der SL hat die zweigeteilten Frontscheinwerfer, die später auch beim SLS aus den USA berühmt wurden. Ein echter Traum ist der mitgelieferte 1:18-Koffersatz des Roadsters von Minichamps.

Wiederauflage Nummer zwei ist der legendäre Porsche 911 Carrera RS 2.7 als Leichtbaucoupé von 1972 mit dem berühmten Entenbürzel, der in die Motorhaube integriert ist. Auch dieses Die-Cast-Modell hat bewegliche Türen und Hauben sowie lenkbare Vorderräder mit Fuchs-Felgen in Serie. Es gibt zwei Versionen, die beide in Weiß lackiert sind. Die Zierstreifen mit dem freigestellten „Carrera“-Schriftzug und die Inlays der Fuchs-Felgen sind entweder in Giftgrün oder in Blau lackiert. Die Interieurs der Leichtbau-Coupés aus Zuffenhausen tragen Schwarz. Im Interieur gibt es Sportsitze. Besonders detailliert ist bei dieser Wiederauflage der beim Original 210 PS starke Boxermotor des Leichtbau-Carrera umgesetzt. Die Passgenauigkeit der etwas älteren Form ist immer noch gut – Minichamps verspricht auch eine Top-Deko für den Renn-Elfer.

Aber: Beide Re-Intros werden frühestens im September, eher wohl im vierten Quartal des Jahres in den Schaufenstern der Händler parken. Dafür haben die Aachener aber schon einen Preis festgelegt: Egal ob 300 SL oder Carrera RS 2.7, für die prächtig detaillierten Zinkdruckgussmodelle sind je 199,95 Euro fällig.