Andreas A. Berse
· 11.05.2026
Guter Geschmack kostet manchmal Geld – Innovation auch. Als sich der Mainzer Erfinder Max Lochner 1912 an Opel wandte, weil er ein radikales Stromlinienauto haben wollte, waren 120.000 Mark verbaut, bis der Wagen auf seinen vier Rädern stand. Lochner war Hippologe und hatte eine Idee, wie die Autoindustrie ihre Pferdestärken optimal nutzen konnte.
Das Ergebnis war wohl die erste Stromlinie, und die sah hinter der Windschutzscheibe wie ein Ei aus. Ihre Effizienz war erstaunlich: Während ein normaler Opel 13/30, die technische Basis für das Lochner-Vehikel, 70 Stundenkilometer erreichte, bremste der Fahrtwind die Stromlinie erst bei 95 km/h ein. Für 30 Pferdchen nicht schlecht!
Autopioneer hat nun durch detektivische Recherche in unterschiedlichen Archiven und bei den Nachfahren von Max Lochner so viel Material zusammengetragen, dass sich eine treffliche und authentische 1:43-Miniatur entwickeln ließ. Denn das Original gilt als verschollen. Nicht nur durch die Ei-Form, auch wegen der unübersehbaren Lackierung in Rot springt
dieses Kleinod sofort ins Auge. Der Wagen wirkt originalgetreu extrem hoch, denn das Besteigen mit Zylinder auf dem Kopf gehörte zum Lastenheft dieses Unikums. Feine Blattfederpakete und messingfarben schimmernde Anbauteile an Lampen und Grill runden den atemberaubenden Klassiker ab. Die üppige Verglasung lässt den Käufer auch im Interieur erfolgreich auf Spurensuche nach ausgefeilten Details gehen.
Autopioneer limitiert auch diese Neuheit seiner 1:43-Serie aus Resine weltweit auf nur 50 Stück. So kostet die Stromlinie für den Sammler 264,95 Euro. Guter Geschmack – siehe oben!