Was in Zukunft läuft: Kennen Sie Modelle von Keng Fai?

ModellfahrzeugWas in Zukunft läuft: Kennen Sie Modelle von Keng Fai?

Andreas A.Berse 

30.6.2021, Lesezeit: 3 Minuten

Keng Fai ist bei den Modellauto-Sammlern bisher noch ein eher unbekannter Name. Das könnte sich in Zukunft aber ändern, denn über NZG kommen diese Produkte nun auch verstärkt nach Deutschland.

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Foto: Werk (5)
Keng Fai war in Deutschland bisher nur absoluten Kennern der  Szene bekannt. Das könnte sich jetzt dank NZG ändern.
Keng Fai war in Deutschland bisher nur absoluten Kennern der Szene bekannt. Das könnte sich jetzt dank NZG ändern.
Foto: Werk (5)
Egal ob Pagani in 1:12 oder Audi in 1:18: Keng Fai setzt auf  hochdetaillierte Modelle mit ausgefeilten Finessen
Egal ob Pagani in 1:12 oder Audi in 1:18: Keng Fai setzt auf hochdetaillierte Modelle mit ausgefeilten Finessen
Foto: Werk (5)
Beim Großmodell des Supersportwagens Pagani in der Baugröße 1:12 ziehen die Entwickler von Keng Fai alle Register ihrer Formenbaukünste
Beim Großmodell des Supersportwagens Pagani in der Baugröße 1:12 ziehen die Entwickler von Keng Fai alle Register ihrer Formenbaukünste
Foto: Werk (5)
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Keng Fai war in Deutschland bisher nur absoluten Kennern der  Szene bekannt. Das könnte sich jetzt dank NZG ändern.
Keng Fai war in Deutschland bisher nur absoluten Kennern der Szene bekannt. Das könnte sich jetzt dank NZG ändern.
Foto: Werk (5)
Keng Fai war in Deutschland bisher nur absoluten Kennern der  Szene bekannt. Das könnte sich jetzt dank NZG ändern.
Egal ob Pagani in 1:12 oder Audi in 1:18: Keng Fai setzt auf  hochdetaillierte Modelle mit ausgefeilten Finessen
Beim Großmodell des Supersportwagens Pagani in der Baugröße 1:12 ziehen die Entwickler von Keng Fai alle Register ihrer Formenbaukünste
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Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet NZG aus Nürnberg damit beginnt, die Produkte der Firma Keng Fai nach Deutschland zu bringen. Keng Fai fertigt in Dong Guan seit 1994 Die-Cast-Produkte für verschiedene Labels, darunter auch die Franken. In gut 5 Jahren ist ein großes Die-Cast-Programm an Miniaturen entstanden, dass die Maßstäbe 1:8, 1:18, 1:18, 1:43 und 1:50 umfasst. Keng Fai entwickelt und produziert dabei aus einer Hand. In den imposanten Schauvitrinen der chinesischen Firma parken Modelle nach prominenten Vorbildern von Audi, VW, BMW, Porsche, Mercedes-Benz, Hummer und Liebherr. Nun will Keng Fai endlich auch unter dem eigenen Namen Miniaturen nach Deutschland bringen. Da kommt die Firma NZG aus Nürnberg ins Spiel, die mit den Experten aus Dong Guan schon seit Jahren zusammenarbeitet und Modelle in 1:50 wie auch 1:18 in China produzieren lässt. Wir stellen hier zwei exemplarisch vor, die einen Beweis für die Fähigkeiten des Anbieters liefern. Erster Kandidat ist ein riesiges 1:12-Modell des Pagani Huayra, das nicht nur durch seine schiere Größe beeindruckt.

Dank beweglicher Türen und Hauben sind hier auch in Sachen Technik viele Details zu entdecken. Das beginnt bei den originalgetreu ausgearbeiteten Fahrwerksaufhängungen, die sich reinrassiger Rennsporttechnik bedienen, und setzt sich im Bereich des Motors dieses Mittelmotorbolidens konsequent fort. Auch in Sachen Lackierung und Dekoration kann der knapp 40 Zentimeter lange Supersportwagen höchsten Sammleransprüchen genügen und von der handwerklichen Machart her überzeugen. Vor allem die technischen Finessen unterstreichen bei der Verkleinerung, dass der Entwicklung in China auch eine intensive und professionell umgesetzte Recherche am sündhaft teuren Original vorausgegangen ist. Der 1:12-Pagani ist deshalb in seiner Klasse auch ein absolutes Spitzenprodukt. Nun kommt dieser Hingucker via NZG endlich nach Deutschland. Die Franken nennen eine Preisempfehlung von 459 Euro, die angemessen wirkt. Auch die vier Ringe sind en miniature für Keng Fai ein Thema, allerdings im weltweit wohl wichtigsten Maßstab: der Baugröße 1:18.

Hier können wir ein Die-Cast-Modell des Audi RS7 nach dem Vorbildbaujahr 2016 zeigen. Der Fünftürer ist bei Keng Fai in den Farben Blau, Grün und Grau gelistet. Die technisch sehr aufwendige Verkleinerung kostet den Sammler 179 Euro. Das ist in dieser Baugröße sicherlich ein Wort, liegt etwas unter den Composite-Verkleinerungen der Kollegen von Autoart. Keng Fai baut seinen RS7 mit Zinkdruckgusskarosserie, spendiert ihm vier bewegliche Türen, eine zu öffnende Heckklappe und eine bewegliche Motorhaube. Die Vorderräder sind lenkbar umgesetzt. Aber die Chinesen haben noch zwei weitere Gimmicks eingebaut: Das Schiebedach ist funktionstüchtig, und der Tankdeckel des schnellen Audi lässt sich sogar öffnen. Angesichts dieser Details und der auch beim 1:18er bemerkenswerten Verarbeitung wirkt dann auch der Preis nicht mehr ganz so happig.