Innovationskraft 4.0: ’19 Porsche Taycan Turbo S von Minichamps in 1:43 und 1:18

ModellfahrzeugInnovationskraft 4.0: ’19 Porsche Taycan Turbo S von Minichamps in 1:43 und 1:18

 

1.5.2021, Lesezeit: 4 Minuten

Der neue Taycan ist die Innovationskraft bei Porsche und biegt in Sachen Produktion Richtung Industrie 4.0 ab. Passende Modelle debütieren in 1:43 und 1:18.

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Wie kein anderer Porsche steht der Taycan für die Innovationskraft der Zuffenhausener Sportwagenmarke, denn er ist das erste rein elektrische Modell in der Preisliste. Diesen Meilenstein gibt es zeitnah zum Debüt des Originals als Miniatur zu kaufen. Hier zu sehen ist der in Frozenbluemetallic gehaltene Taycan 4S aus Die Cast in 1:43 (Bestellnummer WAP0207810L, unlimitiert) für 45 Euro. Als Zulieferer kam hier wieder die Firma ins Spiel, die Generationen von Elfer-Sportwagen für die Zuffenhausener in dieser Konfektionsgröße verkleinert hat: Minichamps. Doch MODELL FAHRZEUG zeigt in dieser Geschichte noch mehr. Zum einen die noch geheime 1:18-Version (WAP0217800L), die erst im April 2020 lieferbar sein wird, ebenfalls aus Aachen kommt, aber aus Resine gefertigt ist und 249 Euro kosten wird. Dieser weiße Viertürer ist auf nur 2000 Stück weltweit limitiert.

Zum anderen konnte MODELL FAHRZEUG als eine der ersten Redaktionen mit beiden Modellen die Location besuchen, die vielleicht noch mehr für Innovationskraft steht als der Taycan selbst: das nagelneue und wegweisende Werk in Zuffenhausen, eine „Zero-Impact-Factory“, sprich: CO2-neutrale Produktion. Auch diese Megafabrik ist mehrfach eine Sensation. Mit dem Taycan schafft Porsche das Fließband ab, setzt dafür auf fahrerlose Transportsysteme – „Flexline“ genannt. Das macht die Sache sehr viel effizienter, variabler und spart Geld bei der Umstellung auf einen neuen Fahrzeugtyp. Umso erstaunlicher ist der Zeitplan: Die nagelneue Fabrik stampfte Porsche in nur vier Jahren aus dem Boden. Ziel: Nicht nur der Taycan soll CO2-frei werden, auch seine heimische Produktion – dank der Nutzung von Naturstrom und Biogas. Von den sechs Milliarden, die Porsche in die Elektromobilität investieren will, flossen 700 Millionen in die Wunderfabrik. Das schafft über 2000 zukunftssichere Arbeitsplätze am Traditionsstandort. 35.000 Tonnen Stahl haben die Zuffenhausener verbaut, so viel, wie für 140.000 Coupé-Karosserien notwendig wären. Die Förderanlage für die Karosserien aus der Lackiererei ist 900 Meter lang, die Produktion hat 170.000 Quadratmeter Grundfläche. Kurz und knapp: Die neue Fabrikation ist das größte Bauvorhaben seit Bestehen des Werks überhaupt.

Weil die Landeshauptstadt Stuttgart die maximale Höhe des Bauvorhabens auf 38 Meter beschränkt hat, um die Frischluftzufuhr zur Innenstadt nicht zu beeinträchtigen, reicht die Produktion zum Beispiel bis zu 25 Meter tief in das Erdreich hinein. Bedeutete: 240.000 Kubikmeter Erdaushub. Besonders die Endmontage ist eindrucksvoll. Hier bewegen sich die teilweise komplettierten Taycan-Fahrzeuge wie von Geisterhand durch die lichtgefluteten Werkshallen. Henry Fords Fließband hat ausgedient, es lebe das Flexline-System. Die beiden heutigen Ehrengäste, die Verkleinerungen in 1:43 und 1:18, wirken dagegen fast konventionell, was aber nichts Negatives heißen muss. Denn egal ob die Karosserie in 1:18 aus dem Kunstharz Resine geschnitten wurde oder – wie beim 1:43er – aus Zinkdruckguss-Spritzmaschinen purzelte, Minichamps hat einen guten Job gemacht. Das beweisen zum einen die Proportionen und zum anderen die makellosen Lackierungen, selbst beim 1:18er, der bei diesem Shooting ja nur als Vorserienmuster mit von der Partie war. Markante Designelemente wie etwa die schlitzartigen Lüftungsöffnungen unterhalb der Frontscheinwerfer und das extrem schmale, durchlaufende hintere Leuchtenband sind hier brillant umgesetzt. Die Felgen mit den riesigen dahinter liegenden Bremsscheiben samt gelben Sätteln für die Keramikbremsen sind ein echter Hingucker. Ebenfalls perfekt verkleinert: die klarglasigen Frontscheinwerfer mit ihren komplex geformten Leuchteneinheiten.

Doch damit nicht genug. Denn: Der Unterboden ist in beiden Fällen sehr aufmerksam graviert. Ein Auspufftrakt wäre dort natürlich völlig fehl am Platze. Außerdem zeigt schon das kompaktere von beiden Modellen ein luxuriöses Interieur, dessen Finessen weit über die Standardausstattung in dieser Preisklasse hinausgehen. Nicht nur die Hauptinstrumente, auch der Stoppuhr-Chronograf ist mit feinen Skalierungen versehen. Ebenfalls originalgetreu: die weitestgehend knopflose Mittelkonsole des Mini-Taycan. Der größere 1:18er kann das selbstverständlich alles noch viel besser. Die Sitze des Viertürers sind hier noch feiner konturiert, die Instrumente noch lesbarer mit an Bord, und sogar bei den Türinnenteilen legt Minichamps aus Aachen im Werksauftrag noch ein paar Finessen drauf. So gilt für beide Miniaturen ein Credo, das nicht so einfach zu realisieren ist: Sie wirken wie Modelle aus einem Guss.


Weltmeister-Boxer

Ebenfalls schon ablichten konnte MODELL FAHRZEUG den Porsche 911 RSR „Markenweltmeister“ in schwarz-weißer Dekoration als 1:43er von Spark Model (WAP0201480LRSR, Limit: 2019 Stück), der 65 Euro kostet, solange der Vorrat reicht. Besonders auffällig an der Resine-Miniatur: die extrem filigrane Aufhängung des Heckflügels am Racing-Elfer.