Der Über-Lexus

In Europa und den USA gilt Lexus als die Luxusmarke von Toyota. Doch in Japan gibt es einen Toyota, der Lexus im Status eindeutig überstrahlt: Der seit 1967 gebaute Toyota Century, der so etwas wie der japanische 600er ist. 2017 überarbeiteten die Asiaten nach 20 Jahren ihre erzkonservative viertürige Limousine der Extraklasse optisch sehr behutsam, technisch aber tiefgreifend für die mittlerweile erst dritte Generation. Seitdem sorgt ein V8-Hybrid statt eines V12 für genügend Schub bei der über fünfeinhalb Meter langen Limousine, die vorwiegend in Schwarz daherkommt. Drinnen gibt es Wollbezüge statt Leder und der Fond besitzt eindeutig Sofacharakter. Jede Menge Holz ist natürlich auch mit dabei. 50 Autos werden in Handarbeit pro Monat gefertigt – vor allem für Industriekapitäne, Multimillionäre und VIPs mit viel Sinn für Understatement. Der Century heißt auch Kaiserwagen. Kyosho aus dem japanischen Kanagawa ist der repräsentative Viertürer jedenfalls ein 1:18-Modell in seiner Samurai genannten Resineserie wert. Das bedeutet: Die Karosserie bleibt geschlossen, aber dafür ist der Rest der Detaillierung sicher Premium. Das beweist auch ein Blick in das Interieur mit den so typischen, üppig verbauten Holzverzierungen. Die feingliedrigen Speichenfelgen, der üppige Chromzierrat und die satt schimmernde Lackierung in tiefem Schwarz lassen die Verkleinerung edel wirken. Der Luxusliner kommt frühestens im April zur Auslieferung. Die Preise für Deutschland stehen noch nicht fest, dürften aber mindestens im Bereich von 200 Euro liegen. Dennoch dürfte der Exote auch en miniature seine Käufer finden.

Der Toyota Century von Kyosho in 1:18 aus Resine kommt in der Samurai-Serie der Japaner im April zu den Fachhändlern

 

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